Cezanne

Erstmals zeigt die Fondation Beyeler in Basel/ Schweiz in einer Einzelausstellung das Spätwerk des französischen Malers Paul Cezanne (1839 bis 1906). Damit würdigt sie nicht nur den Pionier der modernen Kunst – Pablo Picasso bezeichnete ihn als Vater von uns allen –, sondern auch einen zentralen Künstler ihrer Sammlung. Insgesamt werden 79 ausgesuchte Gemälde und Aquarelle gezeigt, die aus den Beständen der Fondation Beyeler sowie aus internationalen Sammlungen stammen.
Der Katalog bildet die Ausstellung ab: Portraits, Badende, Landschaften der Provence und die Montagne Sainte-Victoire – Cezannes Lieblingsberg, den er immer wieder aus neuer Perspektive malte. Ulf Küster, Kurator der Ausstellung und Herausgeber des 200-seitigen Katalogs, schreibt in seinem einführenden Text, Cezanne knüpfte mit seiner Arbeitsweise „an eine Kunst an, für die die Zentralperspektive noch keine Rolle spielte, wie etwa die Kunst des frühen Mittelalters.“ Der Kunsthistoriker Gottfried Boehm analysiert in seinem Essay das andere Sehen des Künstlers. Fabienne Ruppen, Assistenzkuratorin im Kupferstichkabinett am Kunstmuseum Basel, beleuchtet besondere Aspekte aus Cezannes Leben, und Louise Bannwarth, Assistenzkuratorin der Fondation Beyeler, widmet sich den Hintergründen der neun Portraits des Gärtners Vallier.
Ein weiterer Höhepunkt des bei Hatje Cantz erschienenen Katalogs ist die Lebensgeschichte des Künstlers in Form einer Graphic Novel. Ulf Küster hat sie mit der Illustratorin Sarah Weishaupt aus Basel umgesetzt.
Gestaltet wurde der Katalog von Mues Design, London / Großbritannien. Er ist wie ein Spaziergang durch das Spätwerks des Künstlers.
Die Ausstellung geht noch bis zum 25 Mai 2026. Für 58 Euro kann sie anhand des Katalogs nachvollzogen werden.