Archiv: creativ verpacken aktuell

Mein Genuss: Küche geht auf Weltreise

Fernweh lässt sich auf viele Arten stillen.

Reisen in andere Länder sind mehr als nur der berühmte Tapetenwechsel. Für viele steht das Eintauchen in andere Kulturen im Vordergrund. Mein Genuss, Onlineshop für Gewürze und Tees, nimmt mit 38 Gewürzen und Gewürzmischungen auf eine Reise in die internationalen Geschmackswelten mit – von Sauerbratengewürz bis Chimichurri, ein Gewürz für eine argentinische Sauce.
Als Verpackung kamen Weißblechdosen zum Einsatz, die mit einem lebensmittelechten Schutzlack versehen sind, wie Mein Genuss verlautbarte. Gestaltet wurden die Dosen von Clormann Design, Penzing.

 

 

 

Pharmos: Ganzheitlich Gesundheit fördern

Ein künstlerisches Packungsdesign soll die Qualität von Holistic-Food-Produkten unterstützen.

Den Menschen dabei unterstützen, sich mit den Wirkstoffen von Pflanzen gesund zu fühlen, ist der Ansatz von Pharmos Natur Green Luxury. Dazu wurde eine neue Reihe von Produkten gelauncht, die das Prinzip der Selbstheilung fördern soll: Holistic Food. Das Angebot der sogenannten Lebensgesundmittel umfasst unter anderem Säfte, Fruchtpulver und Kapseln mit verschiedenen Wirkstoffen.
Das vielseitige Wirkstoffnetz wurde in handgemalten Aquarellen in herbstlichen Farbnuancen von Marco Spitzar, Studio Spitzar, Dornbirn/Österreich, auf die Verpackungen gebracht. Herbstlich, weil dies die Erntezeit für die Heilpflanzen ist, aus denen die Holistic-Food-Produkte hergestellt werden. Für die Produktverpackungen wird Braunglas verwendet, das Papier für die mit Logo und Produktnamen geprägten Faltschachteln kommt von Fedrigoni.

 

Voelkel: Sommerdrink mit exotischem Flair

Saft-Kombinationen als Grundlage für einen fruchtigen Piña Colada, Sunrise oder Caipirinha.

Drei Saft-Kreationen in Bio- und Demeter-Qualität, die sich geschmacklich an die Cocktailklassiker Piña Colada, Sunrise und Caipirinha anlehnen, hat Voelkel für den Sommer entwickelt. Sie lassen sich pur und direkt aus der 0,2 Liter Glasmehrweg-Flasche trinken oder mit Crushed-Ice, Früchten und Spirituosen in einem Glas zu einem Drink verwandeln. Diese Möglichkeit demonstrieren die Illustrationen auf dem Etikett. Farbenfrohe Früchte und dekorierte Cocktailgläser rufen ein sommerlich exotisches Flair hervor. Die Gestaltungsidee greift Elemente des Stammsortiments des Saftherstellers auf. Das Etikett wurde von Jana Ressel aus der hauseigenen Grafikabteilung designt.

 

Campo alla Sughera: Neues Etikettendesign

Bolgheri-Weine stammen aus einem kleinen Anbaugebiet in der Toscana und sind nach einem Ortsteil benannt.

Vor 20 Jahren war der Rotwein Arnione der erste Wein, den das toscanische Weingut Campo alla Sughera produzierte. Es sind verschiedene Rebsorten, die auf den jahrtausendealten Böden in der Nähe der etruskischen Küste (Provinz Livorno) gedeihen und aus dem Bolgheri-Weine entstehen. Arnione werden eiförmige Alabaster-Steine genannt, die in den Böden zu finden sind. Nach einem Relaunch der Etiketten durch Well Com, Alba/Italien, zeigen diese nun einen Kreis als Symbol der Perfektion, inspiriert durch die ovalen Steine, erklärt Paola Chiapasco von der Agentur das Designkonzept.

Made Good: Farbenfroh im Regal

Neue Geschmackskombinationen, andere Formate und immer wieder neue Packungskonzepte machen auch vor dem Riegelmarkt nicht halt.

Die neuen Snacks des kanadischen Unternehmens Riverside Natural Foods sind fruchtig-schokoladig oder süß-salzig. Es gibt die Riegel jetzt auch im XL-Format. Gemein ist allen Sorten, dass sie sich an Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten richten. Die farbigen Riegelverpackungen bestehen zu 85 Prozent aus Papier, wie der Hersteller mitteilt. Sie wurden inhouse gestaltet unter Federführung der Senior Graphic Designerin Firoozeh Fazeli.
Die Geschwister Nima, Sahba und Salma Fotovat gründeten das Unternehmen 2013 aus persönlichen Gründen. Nima fand keinen leckeren, gesunden Snack für seinen Sohn …

Costa Coffee: Aus dem Kühlregal

Das Ready-to-drink- und On-the-go-Segment ist nach wie vor beliebt.

1971 gründeten die aus Italien stammenden Brüder Sergio und Bruno Costa in London ihre eigene Kaffeemarke. Heute ist diese mit über 3000 Geschäften weltweit anzutreffen und gehört zum Coca-Cola-Konzern. Als eine, nach eigenen Angaben, der bekanntesten Marken für Kaffee soll nun das Angebot in Deutschland ausgebaut werden. Gestartet werden soll in den Fokusregionen Ost (Berlin) und West (Köln). Ergänzt wird hier das Sortiment um drei verschiedene Ready-to-drink-Coffees aus dem Kühlregal. Den Verbraucher sollen sie durch einen höheren Kaffeegehalt aus Costa Coffee und etwa 30 Prozent weniger Zucker überzeugen – verglichen mit der Mehrheit der gezuckerten Kaffeegetränke mit Kaffee-Extrakt in Deutschland, wie das Unternehmen mitteilte. Außerdem seien die 0,25 Liter Getränkedosen bepfandet.
Jill McDonald, CEO von Costa Coffee, freut sich über den Markteintritt der Ready-to-drink-Sorten: „Unsere neue Range an gekühltem Costa Coffee wurde von Gennaro Pelliccia, unserem Master of Coffee, entwickelt.“ Es würden wie in allen Costa Kaffeesorten weltweit Rainforest Alliance-zertifizierte Kaffeebohnen verwendet. „Wir glauben daran, dass die Verbraucher die weniger süße, neue Range unserer gekühlten Kaffees lieben werden, da sie ihnen noch mehr Möglichkeiten bietet, Costa Coffee zu genießen“, so McDonald weiter.
Gestaltet wurden die Getränkedosen von Taxi Studio, Bristol/Großbritannien.

 

Feh Limited Edition: Träumereien

Besondere Gestaltungskonzepte werden am PoS zu Hinguckern.

Seit die Schwestern Carola und Sabrina Deutsch von Decasa, Graz/Österreich, den Feh Taschentüchern 2019 einen neuen Markenauftritt bescherten, seien sie – so heißt es – Teil der Feh-Familie. Die Marke von Essity gibt es seit 65 Jahren in Österreich. Das ist Grund, eine zusätzliche Jubiläums-Limited-Edition auf den Markt zu bringen. Decasa wählte als Motive zum Träumen die Welten von Zirkus, Varieté oder Cabaret.
Die beiden Künstlerinnen entwickelten ihr Wandbild „Frau im Mond“ weiter und brachten es auf die Packungen: Es entstanden sowohl zwei Designs für die Außenfolie als auch mit unterschiedlichen Vorder- und Rückseiten für die Single Packs. „Wir freuen uns sehr, dass wir Decasa ein zweites Mal an Bord holen konnten. Denn Carola und Sabrina Deutsch verstehen nicht nur ihr Handwerk, sondern greifen Trends auf ihre eigene Art und Weise auf“, so Karina Czichowsky Nielsen, Brand Managerin bei Feh.

Aloe-Vera-Trinkgele: Gesundes aus Griechenland

Dem Körper Gutes zu tun, ist auf vielfältige Weise möglich.

Die griechische Marke Kaloe steht für hochwertige Aloe-Vera-Produkte. In sieben verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie Kurkuma oder Granatapfel, sind die Produkte nun auf dem deutschen Markt erhältlich. Ein Nektarvogel im wechselndem farbigen Gewand harmoniere mit den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, wie Ioannis Amarantidis von Mogga Design, Remseck, berichtet. Seine Agentur hat die Etiketten für den deutschen Markt gestaltet. Hinter dem Namen Kaloe steht eine Art Wortspiel: Kalo bedeute auf Griechisch gut, das K allein stehe für Kreta und Aloe für die Pflanze, erläutert der Kreative. Händler für das Trinkgel ist Green Cola Germany.

Beiersdorf: Neue Wege bei Tiegeln eingeschlagen

Die Forderung nach nachhaltigen Verpackungen führt oft zu Entwicklungen, die einen langen Atem und spezielle Kenntnisse brauchen.

Gemeinsam mit Sabic, einem saudi-arabischen Chemieunternehmen, hat Beiersdorf einen neuen Weg bei der Verpackung der Natural-Balance-Produkte beschritten. Beide Unternehmen entwickelten zusammen mit dem Verpackungshersteller Berry Global Tiegel aus Tallöl. Das sei, so Sabic, ein biobasiertes Polypropylen (PP). Tallöl fällt als Nebenprodukt bei der Zellstoffherstellung an.
Ab Juni 2021 kann der Verbraucher auf die neuen Tiegel im Handelsregal zugreifen. Für den Kosmetikhersteller kamen Materialien wie die Nahrungsmittel Zuckerrohr oder Mais nicht infrage. „Der Tiegel aus erneuerbarem PP ist weder optisch noch haptisch von der bisherigen Verpackung zu unterscheiden“, erklärte Hannah Rasel, Senior Packaging Specialist bei Beiersdorf. Und Isabel Hochgesand, Chief Procurement Officer von Beiersdorf, erläutert: „Wir steigen jetzt viel früher und tiefer in der Lieferkette ein und bauen dort neue Lieferantenbeziehungen auf.“ Gestaltet wurden die Verpackungen von Justblue.Design, Hamburg.

Staatskellerei Zürich: Neue Weinrange

Vielerorts setzen Weingüter auf eine Mischung ihrer Reben (Cuvée), doch auch sortenrein wird gerne getrunken.

Eine steigende Nachfrage nach sortenreinen regionalen Weinen hat die Staatskellerei Zürich motiviert, dem Markt ihre Rebenvielfalt in einer neuen Weinrange vorzustellen. Drei Kreationen der Traubensorten Sauvignon Blanc, Gamaret und Riesling fungieren jetzt unter dem Namen Sortenrein. Die Gestaltung der Etiketten lag bei der Designagentur Pikka, Zürich/Schweiz. Mit einem klaren Farbcode für jede Weinsorte, die sich auch in der Verschlusskappe zeigt, sind die Etiketten auf den ersten Blick dezent gestaltet. Auf den zweiten Blick erkennt der Betrachter für jede Rebsorte eine eigene Weinrebenillustration (hier: Riesling), die durch eine Glanzlackschicht auf einem matten Etikettenpapier hervorgehoben wird. Ansonsten spielt das schwarze Etikett mit dem jeweiligen Farbcode des Weines. Die metallisierten Farben lassen den Namen der Rebsorte am unteren Etikettenrand aufleuchten.