Confiserie Burg Lauenstein: Auf Platz eins

Nicht alle neuen Produkte schaffen es auf ein Siegertreppchen, doch manchmal passt einfach alles.

Neun filigrane Teeblätter in verschiedenen Farben zieren die Weißblechdose mit dem jüngsten Produkt der Confiserie Burg Lauenstein. Dabei spielen sie auf den Inhalt an: Tee und Schokolade in Form zarter Blätter.
Die Dose wurde inhouse von Salka Bannert und Sabrina Büttner gestaltet. Gemeinsam mit der Decogroup AC entstand die Dose. „Der Deckel geht plan in den Boden über und hat keine sonst oft üblichen nach außen gerollten Bördelungen. Sie sollte eine weiche Form haben, keine unnötigen Kanten und fast schon ein Handschmeichler sein. Besonderen Wert haben wir auf die 3D-Reliefprägung der Blätter gelegt. Die Gestaltung ist ganz eng an die Imagebilder und Packungsgestaltung unserer 60-Gramm-Teeschokoladen angelehnt“, erläutert Bannert das Packungskonzept.
Die Präsentation auf der ISM gewann Platz eins der Top-Innovationen 2021.

Sebamed Deos: Im neuen Design

Zum Frühling hin wächst das Bedürfnis nach Neuem und Frischem. Da bieten sich veränderte Rezepturen und Packungsgestaltungen geradezu an.

Frische muss kommuniziert werden. Es reicht nicht, dass das Produkt selbst Frische auszeichnet. Gemeinsam mit Elbedesigncrew, Hamburg, wurden die Deos der Marke Sebamed einem Relaunch unterzogen: die Roll-ons zeigen sich in einem Glasflacon, der schlicht und formschön ist. Die Rundung wird in der Kappe aufgegriffen. Auch die Pumpsprays werden jetzt in Glas abgefüllt, während die Aerosole in der Dose bleiben. Alle Deoprodukte einen ein gemeinsamer Farbcode und eine einheitliche Gestaltung.

Abacaty: Likör aus dem Regenwald

Die Avocado gehört zu den beim Verbraucher sehr beliebten Früchten: Sie ist vielseitig verwendbar …

Das wussten auch die Ureinwohner Brasiliens und stellten aus der Eierfrucht, Rum und Rohrzucker ein Getränk her, das die europäischen Eroberer im 17. Jahrhundert unter dem Namen Abacate (portugiesisch für Avocado) entdeckten. Das in Hamburg ansässige Unternehmen Swang, das Getränke und Lebensmittel entwickelt, produziert und vertreibt, hat der alten Rezeptur nachgespürt und unter dem Namen Abacaty einen Cream Likör und einen Dry Spirit auf den Markt gebracht. Swang-Geschäftsführerin Kim Weisswange hat mit der hausinternen Designagentur die Flaschen gestaltet. Diese sollen Brasilianische Lebensfreude, Regenwald und Grün versprühen. Als Maskottchen zeigt sich ein Faultier aus dem Regenwald.

Brioni: Maßgeschneiderter Duft

Das berühmte i-Tüpfelchen einer Modemarke ist ein Duft, der das elegante Outfit ergänzt.

Die 1945 in Rom gegründete Modemarke Brioni bietet Maßanfertigungen und hochwertige Konfektionskleidung, Lederwaren, Schuhe und Brillen. Ende 2019 beauftragte das Unternehmen die Lalique Group exklusiv mit Kreation und Vertrieb einer Kollektion von Düften. Norbert Stumpfl, Executive Design Director bei Brioni, erklärt seine Vision für Marke und Duft: „Brioni, das ist italienisches – römisches – Flair und Handwerkskunst; es steht für Luxus und selbstverständliche männliche Eleganz, nonchalant und unaufgeregt, für Männer mit Präsenz. Wir machen keine Mode; bei Brioni geht es um Stil.“
Der breitschultrige, facettierte Flacon ist aus marineblauem, italienischem Glas gefertigt und trägt ein Etikett aus Satin – inspiriert von den Labels der Brioni Maßanzüge heißt es aus dem Haus Lalique. Flacon und Faltschachtel verkörpern italienische Eleganz. Sie wurden von L.O.V.E, Paris/Frankreich, in Zusammenarbeit mit Norbert Stumpfl und der Lalique Group gestaltet.
Michel Almairac von Robertet, französischer Hersteller von Duftstoffen und Aromen, hat den Duft kreiert.

Korres: Symbolkraft der Volkskunst

Mit Griechenland werden weiße Häuser und ein bestimmtes Blau verbunden. Warum diese Farben nicht für griechische Kosmetikprodukte einsetzen?

Für das neue Lippenbalsam verwendet Kosmetikhersteller Korres unter anderem einheimisches Balsamöl des Johanniskrauts. Es wird kurz nach der Ernte in einem griechischen Bergdorf weiterverarbeitet. Alexis Marinis, inhouse Art Director bei Korres, unter dessen Leitung die Gestaltungen der Pflegestifte entstanden sind, erklärt Hintergründe des Designs: „Die Muster wurden von der griechischen Volkskunst inspiriert. Sie konzentrieren sich auf das griechische Erbe, griechische Traditionen und Themen, die auf Natur und Liebe basieren. Eines der wichtigsten Merkmale der Volkskunst ist, dass sie Ästhetik und Funktionalität zusammenbringt.“ Die Werke sind Ausdruck der Ästhetik der Gemeinschaft, nicht der persönlichen Ästhetik eines jeden Schöpfers. „Die gewählten Farben – das Weiß und Blau Griechenlands – sind eine Hommage an die ikonische Ästhetik der Ägäis. Ein Land, das eine symbiotische Beziehung zum blauen Meer und zur strahlend weißen Sonne hat“, so Marinis weiter.
Der Sockel der Lippenpflege ist in der jeweiligen Balsamfarbe gehalten. Hier sind alle notwendigen Informationen aufgedruckt.

Edeka: Bringt Farbe ins Regal

Vegane Produkte brauchen einen Hingucker-Effekt, um in vollen Handelsregalen entdeckt zu werden.

Lebensfreude pur und Fröhlichkeit aus dem Regal – das strahlt die neue vegane Produktlinie von Edeka aus. Hieß es bisher „be happy“, so verwandelte das Handelsunternehmen diesen Claim kurzerhand in Vehappy. Gestartet wurde mit acht Produkten, die den Frühstückstisch bereichern sollen. Auch deftige Produkte sind unter der farbenfrohen Linie geplant. Für das Gestaltungskonzept zeichnet Rocket & Wink, Hamburg, verantwortlich.

Sellvin: Köln trifft Tokyo

Immer ausgeklügeltere Rezepturen erwarten die Verbraucherin im Kosmetikbereich.

Die kürzlich von Sellvin gelaunchte Pflegeserie Yugen, Teil der Kosmetikmarke Shezo, richtet sich an junge Erwachsene. „Ich freue mich sehr über den Start unserer Marke Shezo, mit der wir den Kosmetikmarkt um frische Akzente und kreative Mixturen bereichern möchten“, sagt Oliver Gothe, Mitglied des Aufsichtsrats des Unternehmen. Als eCommerce-Unternehmen habe die in Köln angesiedelte Sellvin AG ihren Schwerpunkt auf der Entwicklung und der Beschaffung hochwertiger und profitabler Eigenmarken. Mit den Pflegeprodukten der Eigenmarke Shezo sollen japanische Heilkunst und westliche Kosmetik-Forschung zusammengebracht werden. Gestaltet wurden die hochwertig-schlicht anmutenden Packungen von der inhouse Artdirektorin Gabriela Klaes.

 

Lambay Whiskey: Perfektionierte Handarbeit

Die urwüchsige Kraft der Natur und der raue Wind der Inseln generieren ein besonderes Klima für irischen Whiskey.

Als Zeichen von Tradition und Herkunft ziert den Lambay Whiskey ein Papageientaucher, wie er an der irischen Ostküste vorkommt. Ursprünglicher kann ein Herkunftssignet kaum sein. Auf der Insel Lambay vereinen sich jahrhunderte-alte irische Whiskeykultur mit der ebenso traditionellen Destillationskunst des französischen Cognac-Hauses Camus. Für den Markenauftritt des Lambay Whiskey Irish Malt zeichnet die irische Agentur Dynamo Design aus Dublin verantwortlich. Die raffinierte Kartonverpackung wurde bei der französischen Druckerei Le Sanglier umgesetzt.

Confiserie Heilemann: Frohe Ostern

Die Festtage des Jahres lassen sich so schnell nicht vergessen. Nicht zuletzt der Handel erinnert uns auf Schritt und Tritt daran.

Hübsche Osterhäschen und österlich dekorierte Eier – beide mit Trüffeln gefüllt – oder frühlingshafte kleine Osterhäuser – die Confiserie Heilemann stimmt stellvertretend für die Schokoladenbranche ins Osterfest ein. Und wer kann bei diesen hübsch gestalteten Verpackungen schon widerstehen? Jahr für Jahr überrascht die Süßwarenbranche mit Neuheiten und ergänzt so die beliebten Klassiker. Bei den Trüffeln von Heilemann sind Marc de Champagne, Eierlikör und Nougat-Praliné die Favoriten. Unter Leitung von Bianca Schmalz, Grafikerin bei Heilemann und Viba, entstanden die Osterverpackungen.

Upcycling: Wertstoff zum Blühen bringen

Am einfachsten ist es, leere Verpackungen in die gelbe Tonne zu werfen …

Ein kreatives Auge macht jedoch nicht vor entleerten Verpackungen halt. Die Berliner Designerin Juli Gudehus hat blühende Kunstwerke geschaffen: „Flaschen, Dosen, Becher, Tuben, Verschlüsse, Hülsen, Netze und dergleichen, selbst gekauft und verbraucht oder bei Spaziergängen am Wegesrand aufgelesen, gründlich gereinigt und desinfiziert: Alle Bestandteile meiner Collagen gehören offiziell in die gelbe Tonne.“ Und da die eigenen Räume die vielen Blumen auf Dauer nicht alle aufnehmen können, können diese käuflich erworben werden.
Vielleicht wäre mehr Kreativität dieser Art ein Thema für den Grünen Punkt, dann könnte sich manche Recyclingsorge in Luft auflösen …