Archiv: Schlaglichter

81 Prozent der Haushaltsverpackungen recycelfähig

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2020 hat ergeben, dass die Recyclingfähigkeit von Haushaltsverpackungen aus Kunststoff in Deutschland bei 81 Prozent liegt, wie die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) im Auftrag der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen feststellte. Die Umstellung des Packungsdesigns sei dabei nur eine Möglichkeit, die Recyclingfähigkeit im Verpackungsmarkt zu steigern. Die andere bestehe im Aufbau neuer Sortier- und Verwertungsstrukturen, die das Recycling ermöglichen, erklärt IK.

Marbach informiert in Webseminaren

Der Stanzformenhersteller Marbach veranstaltet vom 11. bis 14. Juli 2022 verschiedene Web-Sessions zum Thema „Verpackungsherstellung und Nachhaltigkeit“. Unter anderem wird die Trägerplatte Greenplate vorgestellt, die zu 30 Prozent aus Primärmaterial (Birke aus nordischen Wäldern) sowie zu 70 Prozent aus Sekundärmaterial aus regionaler Forstwirtschaft besteht. Anmeldungen hier.

Aluminum Deutschland erweitert Aufgabenbereiche

Die bisherige Deutsche Aluminium Verpackung Recycling GmbH (DAVR) wurde aufgelöst. Ihre Aufgaben, wie das Fördern des Recycling von Aluminiumverpackungen oder das Optimieren von Sammeln und Sortieren, sollen als Arbeitskreis im Verband Aluminium Deutschland integriert werden.

Kosmetikverpackung im Kreislauf

Clariant, Siegwerk, Borealis und Beiersdorf entwickeln gemeinsam recycelbare Kosmetikverpackungen auf der Basis von 100 Prozent wiedergewonnenem Altverpackungskunststoff aus Post-Consumer Recyclat (PCR). Als Ergebnis wurde eine farblose Polyolefinflasche aus hundert Prozent PCR-Material mit einer bedruckten, entfärbbaren Schrumpfbanderole um den gesamten Flaschenkörper vorgestellt.

Industrieverband Papier- und Folienverpackung optimistisch

Nach einer Umfrage unter den Mitgliedern des Industrieverband Papier- und Folienverpackung (IPV) stellen sich die Unternehmen der Branche stabil und positiv aktuellen Aufgaben wie Rohstoffengpässen, Energiekosten, Fachkräftemangel. Materialumstellung oder Recyclingfähigkeit. Klaus Jahn, Vorstandsvorsitzender IPV und und Geschäftsführer von Weroca Kartonagen, zeigt sich zuversichtlich: „Man erkennt, dass unsere Branchen exakt auf dem Scheideweg zwischen Zukunftsausgaben und Gegenwartsbremse sind. Die Entwicklung der Märkte geben Argumente für beide Haltungen.“ 87 Prozent der Mitgliedsunternehmen befürchten weitere hohe Preise und steigende Kosten auf den Rohstoffmärkten; 60 Prozent geht davon aus, dass die Geschäfte 2022 gleich oder (noch) besser als im Vorjahr laufen werden.

Kurz Label Weeks: Druckprodukte fühlen und sehen

Vom 20. Juni bis zum 28. Oktober 2022 zeigt der Spezialist für Heißprägefolien Kurz seine neuesten Technologien und Trends für die Etiketten- und Verpackungsindustrie in einer Hausmesse im Unternehmensstandort in Fürth. Eingeladen sind unter anderem Designer und Markeninhaber sich persönlich über Möglichkeiten der Veredelung, Nachhaltigkeitsaspekte oder Sicherheitsthemen zu informieren. Anmeldungen und weitere Informationen hier.

 

PET als Rohstoff

Mehrschichtverpackungen auf Basis von Polyethylenterephthalat (PET), die den Anforderungen eines geschlossenen Kreislaufs gerecht werden, sind das Thema einer strategischen Partnerschaft von Sulayr (Recycling), BASF (Industrieklebstoffe), Bobst (Maschinenersteller) und Evertis (Barrierefolien). Herzstück des Projektes ist eine von Evertis hergestellte Mehrschichtfolie, die aus einer PET- und PE-Schicht besteht, welche auf einer Beschichtungsanlage von Bobst mit einem wasserbasierten Epotal-Klebstoff von BASF laminiert wird, der eine einfache Trennung der Schichten ermöglicht. Nach Gebrauch wird der Abfall in Sortieranlagen getrennt und in Rohstoff umgewandelt.

Henkel setzt auf Recycling

Für die Flaschenkörper des Geschirrspülmittels Pril setzt Henkel Material ein, das zu 50 Prozent aus Rezyklat bestehen soll. Das PET-Rezyklat (rPET) stamme aus dem Gelben Sack und werde von Alpla zur Verfügung gestellt. Für den restlichen Anteil werden recycelte Getränkeflaschen verwendet, so dass die Flaschenkörper zu 100 Prozent aus PET-Rezyklat bestünden.

Mehr Produktverantwortung im Verpackungsrecycling

Zum 1. Juli 2022 tritt die Novelle des Verpackungsgesetzes und die damit verbundene, erweiterte Registrierungspflicht in Kraft, nach der jedes Unternehmen, das in Deutschland verpackte Ware in Verkehr bringt, sich im öffentlichen Verpackungsregister Lucid bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister unter Angabe seiner Verpackungsarten registrieren muss. Ansonsten darf es die jeweilige Ware nicht mehr vertreiben. Damit soll mehr Transparenz, Fairness und Wettbewerbsgleichheit im Markt des Verpackungsrecyclings erreicht werden.

Thyssenkrupp Rasselstein: Materialeinsparung bei Weißblech

Mithilfe eines neuen Fertigungsverfahrens bei der Weißblecherzeugung soll sich durch den Einsatz dieses Materials bei der DWI-Lebensmitteldose (Drawn and Wall Ironed) eine Steigerung der Stabilität von 20 Prozent ergeben, wie es von dem Verpackungsstahlhersteller Thyssenkrupp Rasselstein heißt. Damit seien Materialeinsparungen von bis zu zehn Prozent möglich.