Kosmetikverpackung im Kreislauf

Clariant, Siegwerk, Borealis und Beiersdorf entwickeln gemeinsam recycelbare Kosmetikverpackungen auf der Basis von 100 Prozent wiedergewonnenem Altverpackungskunststoff aus Post-Consumer Recyclat (PCR). Als Ergebnis wurde eine farblose Polyolefinflasche aus hundert Prozent PCR-Material mit einer bedruckten, entfärbbaren Schrumpfbanderole um den gesamten Flaschenkörper vorgestellt.

Industrieverband Papier- und Folienverpackung optimistisch

Nach einer Umfrage unter den Mitgliedern des Industrieverband Papier- und Folienverpackung (IPV) stellen sich die Unternehmen der Branche stabil und positiv aktuellen Aufgaben wie Rohstoffengpässen, Energiekosten, Fachkräftemangel. Materialumstellung oder Recyclingfähigkeit. Klaus Jahn, Vorstandsvorsitzender IPV und und Geschäftsführer von Weroca Kartonagen, zeigt sich zuversichtlich: „Man erkennt, dass unsere Branchen exakt auf dem Scheideweg zwischen Zukunftsausgaben und Gegenwartsbremse sind. Die Entwicklung der Märkte geben Argumente für beide Haltungen.“ 87 Prozent der Mitgliedsunternehmen befürchten weitere hohe Preise und steigende Kosten auf den Rohstoffmärkten; 60 Prozent geht davon aus, dass die Geschäfte 2022 gleich oder (noch) besser als im Vorjahr laufen werden.

Kurz Label Weeks: Druckprodukte fühlen und sehen

Vom 20. Juni bis zum 28. Oktober 2022 zeigt der Spezialist für Heißprägefolien Kurz seine neuesten Technologien und Trends für die Etiketten- und Verpackungsindustrie in einer Hausmesse im Unternehmensstandort in Fürth. Eingeladen sind unter anderem Designer und Markeninhaber sich persönlich über Möglichkeiten der Veredelung, Nachhaltigkeitsaspekte oder Sicherheitsthemen zu informieren. Anmeldungen und weitere Informationen hier.

 

PET als Rohstoff

Mehrschichtverpackungen auf Basis von Polyethylenterephthalat (PET), die den Anforderungen eines geschlossenen Kreislaufs gerecht werden, sind das Thema einer strategischen Partnerschaft von Sulayr (Recycling), BASF (Industrieklebstoffe), Bobst (Maschinenersteller) und Evertis (Barrierefolien). Herzstück des Projektes ist eine von Evertis hergestellte Mehrschichtfolie, die aus einer PET- und PE-Schicht besteht, welche auf einer Beschichtungsanlage von Bobst mit einem wasserbasierten Epotal-Klebstoff von BASF laminiert wird, der eine einfache Trennung der Schichten ermöglicht. Nach Gebrauch wird der Abfall in Sortieranlagen getrennt und in Rohstoff umgewandelt.

Henkel setzt auf Recycling

Für die Flaschenkörper des Geschirrspülmittels Pril setzt Henkel Material ein, das zu 50 Prozent aus Rezyklat bestehen soll. Das PET-Rezyklat (rPET) stamme aus dem Gelben Sack und werde von Alpla zur Verfügung gestellt. Für den restlichen Anteil werden recycelte Getränkeflaschen verwendet, so dass die Flaschenkörper zu 100 Prozent aus PET-Rezyklat bestünden.

Mehr Produktverantwortung im Verpackungsrecycling

Zum 1. Juli 2022 tritt die Novelle des Verpackungsgesetzes und die damit verbundene, erweiterte Registrierungspflicht in Kraft, nach der jedes Unternehmen, das in Deutschland verpackte Ware in Verkehr bringt, sich im öffentlichen Verpackungsregister Lucid bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister unter Angabe seiner Verpackungsarten registrieren muss. Ansonsten darf es die jeweilige Ware nicht mehr vertreiben. Damit soll mehr Transparenz, Fairness und Wettbewerbsgleichheit im Markt des Verpackungsrecyclings erreicht werden.

Thyssenkrupp Rasselstein: Materialeinsparung bei Weißblech

Mithilfe eines neuen Fertigungsverfahrens bei der Weißblecherzeugung soll sich durch den Einsatz dieses Materials bei der DWI-Lebensmitteldose (Drawn and Wall Ironed) eine Steigerung der Stabilität von 20 Prozent ergeben, wie es von dem Verpackungsstahlhersteller Thyssenkrupp Rasselstein heißt. Damit seien Materialeinsparungen von bis zu zehn Prozent möglich.

Stora Enso: Kraftliner mit drei Faserschichten

Einen neuen Karftliner auf Frischfaserbasis hat Stora Enso mit Avant Forte White Top gelauncht. Das neue Produkt soll sich für Premium-Segmente wie frische Lebensmittel, E-Commerce und regalfertige Verpackungen eignen, die Festigkeit, Reinheit und ein ansprechendes Erscheinungsbild einfordern. Drei Faserschichten sollen die Festigkeit stärken und Material einsparen.

Neuer Auftritt für Gruppo Cordenons

Das Traditionsunternehmen für kreative und technische Papiere Gruppo Cordenons hat mit My Cordenons seine neue Markenidentität präsentiert. Das italienische Unternehmen, das zur Fedrigoni-Gruppe gehört, beauftragte die Branding-Agentur Robilant Associati, Mailand/Italien, mit der Gestaltung eines Logos mit neu designtem Löwen, eines personalisierbaren Musterbuchs und einer neuen Website.

Bild: Gruppo Cordenons

Greenbox: Mehrwegkonzepte für Gastronomie

In den drei Farben Karamell, Cashew und Spinat bietet Greenbox, ergänzend zu ihrem Portfolio an Schalen und Besteck, Mehrweg-Menüteller für die Gastronomie an. Die Teller sind in einer Drei- und Zwei-Kammer-Ausführung erhältlich und sollen zu 98 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen (60 Prozent Bio-PP und 40 Prozent Holzfaser) bestehen.

 

Foto: Greenbox