Archiv: Schlaglichter

Kreislauffähiges Verpackungspapier

Mit einer breit angelegten Kampagne will Koehler Paper auf wiederverwertbare Verpackungsmaterialien wie Papier als Verpackungsoption für die Lebensmittelbranche aufmerksam machen. Anlässlich der ersten Lesung des Verpackungsdurchführungsgesetzes (VerpackDG) am 16.04. im Deutschen Bundestag thematisiert der Papierhersteller in Berlin die Recyclingfähigkeit von Spezialpapier und die politischen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Einsatz des Materials. „Neben der Politik entscheiden die Verbraucher, welche wiederverwertbaren Verpackungsmaterialien in den Regalen zu finden sind“, erklärt Philipp Prechtl, Vorstand Strategie der Koehler-Gruppe. „Das Thema Recyclingfähigkeit betrifft uns alle, deshalb müssen wir kreislauffähigen Papierlösungen gemeinsam den Weg ebnen.“ Eine Origami-Katze als Symbol begleitet die Aktion.

Broschüre zu Mehrweglösungen für vorverpackte Lebensmittel

An Mehrweg scheiden sich die Geister – oder auch nicht. „Was bei Mineralwasser und Joghurt längst funktioniert, sollte auch für viele andere Lebensmittel selbstverständlich werden: Mehrweg. Produkte im Glas kaufen, im Supermarkt zurückgeben, spülen und wiederverwenden – ein einfaches System mit großer Wirkung,“ heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung des Mehrwegverband Deutschland und der Deutsche Umwelthilfe (DUH). „710000 Tonnen Verpackungsmüll ließen sich durch Mehrweg jährlich vermeiden. Das entspricht in etwa 35500 voll beladenen Müll-Lkws auf einer Länge von Berlin bis München,“ so die Broschüre Potenziale für Mehrweg im Einzelhandel, die beide Verbände veröffentlicht haben. Auf 34 Seiten werden sowohl die Situation für vorverpackte Lebensmittel analysiert, als auch Handlungsempfehlungen gegeben. Weitere Informationen und die Studie zum kostenlosen Herunterladen hier.

Position ausgebaut

Neues Mitglied der Antalis-Gruppe ist Hein Verpackungen. Mit dem Erwerb des Spezialisten für kundenorientierte Verpackungen aus Wellpappe sowie Displaylösungen für den PoS will das Papierhandelsunternehmen seinen Bereich der industriellen und konstruktiven Verpackungen stärken. Antalis sieht die Übernahme des Verpackungsherstellers auch unter dem Aspekt der Erweiterung des Dienstleistungsangebots in Bezug auf Design- und Fertigungskompetenz.

 

Haptik und Effekte

Der Masterbatch-Hersteller Lifocolor präsentiert sich mit einem gefüllten Werkzeugkasten auf der Cosmetic Business (10. bis 11. Juni 2026 in München) am Stand H4-D16. Unter anderem setzt das Unternehmen auf haptische Effekte und zeigt zum Beispiel die samtig-weiche wie auch wertige Griffigkeit von HDPE-Extrusionsblasflaschen und haptische Veredelungstechniken mittels Lasermarkierungen. Zudem stellt Lifocolor die Trendedition 2027 vor.

Neue Schmelzwanne reduziert Emissionen

Bis 2030 will Mast-Jägermeister die Emissionen aus Primärverpackungen um 50 Prozent senken. Ein erster Schritt ist die neue Next Gen Furnace Hybrid-Schmelzwanne, die Ardagh Glass Packaging Europe entwickelt hat. Damit werden seit März 14 Millionen der 0,7 Liter Jägermeisterflaschen produziert: Erste Auswertungen zeigten, dass sich die CO₂-Emissionen im Herstellungsprozess pro Flasche im Vergleich zur konventionellen Glasherstellung um 60 Prozent reduzieren ließen, heißt es seitens des Spirituosenherstellers.

Papier aus 100 Prozent Baumwolle

Ovol Papier Deutschland bietet mit My Pur Coton ein Imagepapier aus 100 Prozent Baumwolle an. Damit will der Papierhändler ein Zeichen für Wertigkeit und Materialbewusstsein setzen, zum Beispiel bei Geschäftsausstattungen, Imagebroschüren oder Visitenkarten.

Farbsystem weltweit am Start

Zur Metalldekoration hat die Hubergroup Print Solutions nach eigenen Angaben eine mineralöl-, BPA- und PFAS-freie Farbserie entwickelt, die in Europa bereits angewendet werde. Sie soll nun die weltweit steigende Nachfrage nach nachhaltigen und sicheren Lebensmittelverpackungen bedienen.

 

Differenzierung im Handelsregal

Ins Auge fallen sollen Kosmetikprodukte für den sogenannten Massenmarkt. Hier hat Aptar, spezialisiert auf Dosiersysteme, ein Konzept entwickelt, das Pflegeprodukte auf den ersten Blick durch Kappen und Sprühköpfe differenzieren kann. Das bedeutet: Aufwertung im FMCG-Bereich. Verschiedene Veredlungstechniken sollen zudem einen Aha-Moment hervorrufen.

Praxisnahe Lösungen für PPWR-konforme Verpackungen

Unter der Überschrift „Ready for PPWR? Packaging design for the whole value chain“ veranstaltet Fraunhofer CCPE compact am 15. April ein Online-Seminar von 10 bis 12 Uhr. Dabei sollen Lösungsansätze gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie präsentiert werden, die sich an regulatorischen Anforderungen bis zum Einsatz von Rezyklaten in Lebensmittelverpackungen orientieren. Die Anmeldung ist bis zum 10. April möglich.

Neue Standardflasche

Für den Beauty- und Personal-Care-Bereich hat Amcor eine neue Standardflasche auf den Markt gebracht. Um im Regal aufzufallen, verfügt diese über einen abgerundeten Boden und geschwungene Schultern. Bei einer Mindestbestellmenge von 10 000 Stück beträgt die Lieferzeit acht Wochen.