April 2024

Nucao: Kooperation mit dem Handel

Gemeinsam Ideen entwickeln und diese nach vorne bringen, ist ein Sinn von Kooperationen.

In enger Zusammenarbeit mit Rewe und Naturland hat The Nu Company für die Schokoladenmarke Nucao vier neue Sorten entwickelt: Roasted Hazelnut Butter, Almond Butter & Sea Salt, Salted Caramel und Crisp & Crunch. Außer bei Rewe sollen die 125-Gramm-Tafeln auch bei DM – Drogerie Markt, Budni und DM – Drogerie Markt Österreich gelistet werden.
Neben Fairtrade-Kakao und veganen Bio-Zutaten sind die Nucao Tafeln erstmals Naturland-zertifiziert mit 100 Prozent Kakao aus Agroforstwirtschaft, einer ökologisch-nachhaltigen Anbaumethode, wie The Nu Company erklärt. Zusätzlich steckten die Tafeln in einem recyclingfähigen Papierschlauch. Mit dem flexiblen Verpackungspapier Koehler NexPlus® Advanced von Koehler Paper soll die Schokolade durch eine Sauerstoff-, Mineralöl- und Fettbarriere geschützt sein. „Die Papierfasern lassen sich bis zu 13 Mal wiederverwerten. Wir wollen gemeinsam mit Nucao als Vorreiter im Schokoladenregal zeigen, dass wir Kreislaufwirtschaft leben und die uns zur Verfügung stehenden Rohstoffe sinnvoll und nachhaltig nutzen können“, erläutert Christoph Wachter, Spartenleiter flexible Verpackungspapiere bei Koehler Paper.
Die ursprüngliche Corporate Identity zum Nucao-Relaunch im September 2022 hat die Agentur LIT Create, Berlin, entworfen. Mit Alvonsbranding, Hamburg, wurde in den letzten Monaten die Verpackung des gesamten Sortiments inklusive dem Design der neuen Tafelschokoladen optimiert. Die Umsetzung wurde dann Inhouse gestemmt, unter Leitung der Nucao Designerin & Art Directorin Laura Bonicke.
Zum Gesamtgestaltungskonzept erklärt Christian Fenner, Co-Gründer von The Nu Company, gegenüber creativ verpacken: „Im Designprozess war uns wichtig, dass die neuen Tafeln den Konsumenten im Supermarkt direkt ins Auge fallen sowie leckeren Geschmack und Freude am Genuss vermitteln. Insgesamt sollen die Tafeln einen neuen Standard im Schokoladenregal postulieren. Auf der Verpackungsrückseite bringen wir spielerisch unsere Mission näher und platzieren hier transparent unsere Nachhaltigkeitslabels wie Naturland und Fairtrade, in Papier verpackt, vegan, bio und B Corp.“

Joy Jolt: Freude in der Küche

So manches Unternehmen fand seinen Ursprung dort, wo Angebote am Markt fehlten.

Die Brüder Martin und Joel Mittelman waren 2014 auf der Suche nach bezahlbaren, hochwertigen, modernen Schnapsgläsern. Als sie auf dem Markt nicht das fanden, was sie suchten, gründeten sie ihre eigene Glasfabrik und begannen Schnapsgläser im italienischen Stil herzustellen. Das war die Geburtsstunde der US-amerikanischen Marke Joy Jolt (auf Deutsch etwa: Freudensprung). Ziel der Herstellung von Glaswaren und Küchenzubehör sind hochwertige, erschwingliche Produkte, die Freude bereiten und Inspirationsquelle für einen gehobenen Lebensstil sind. Auf dem Weg zur unverwechselbaren Marke, die sich von der Masse abheben sollte, wandte sich das Unternehmen an die Designagentur Pearlfisher, New York/USA. Die Kreativen begannen, dem Namen Joy Jolt eine neue Bedeutung zu geben: Das Gefühl der Freude, das ein Verbraucher empfindet, wenn seine Erwartungen an einen Kauf übertroffen werden. Die Positionierung soll die Lücke zwischen Preis und Qualität schließen.
Die leuchtende Farbkombination aus Taxigelb und Schwarz der Verpackung sei eine Hommage an Joy Jolts New Yorker Herkunft und gleichzeitig eine starke visuelle Aussage im Regal, heißt es seitens Pearlfisher. Der neue Markenauftritt spiegele den unternehmerischen Geist von Joy Jolt, die Liebe zum Detail und den hohen Anspruch an Qualität und Design wider.

 

Alpla und Werner & Mertz setzen auf Rot

Im Recyclingprozess von Wertstoffen aus der Gelben Tonne wird gewöhnlich nach transparent, weiß und bunt sortiert. Der Recyclingspezialist Alpla sortiert in seinen Recyclinganlagen durch einen zusätzlichen Schritt nun auch rotfarbige Flakes, die zu farbigem rHDPE verarbeitet werden. Werner & Mertz setzt das rote Post-Consumer-Recyclat seit September 2023 für die Flaschen des Rorax Rohrfrei Power-Granulats ein.

Fauser Vitaquell: Konzepte für den LEH

Wer einmal auf einer bestimmten Handelsschiene gelandet ist, tut sich oft schwer, weitere Felder zu erobern.

Reformhäuser haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert und modernisiert. Und doch gibt es kaum einen Handelsbereich, der so stark den Geruch des Angestaubten hat. Daher suchen bewährte Reformhausmarken den LEH zu erobern. Ein Beispiel dafür sind Produkte von Fauser Vitaquell. Der Lebensmittelhersteller, der von Hermann Pfestorf in vierter Generation geführt wird, hat sechs neue, vegane Produkte im Portfolio, die die Verbraucher im klassischen LEH ansprechen sollen. Die Eberle Werbeagentur, Schwäbisch Gmünd, hat das Packungsdesign entwickelt. Geschäftsführer Bernd Eberle beschreibt das Vorgehen: „Grundlage war ein strategischer Markenworkshop, auf dessen Basis wir die neuen Produkte klar positionierten. So schufen wir eine sichtbare Differenzierung zum Wettbewerb und sorgten für hohe Aufmerksamkeit – gerade auch für Neukunden. Insgesamt wurden sechs neue vegane Bio-Produkte gelauncht: eine pflanzliche Alternative zu Butter, vier Feinkostsalate und ein Brotaufstrich.“
Für die Butteralternative entwickelten die Kreativen einen Namen, dessen Wortspiel, Typo und Farbgebung „zu einem frischen, modernen Look verschmelzen, der die Markenwerte widerspiegelt, sowie Mehrwert und Produktart kommuniziert und gerade auch junge Zielgruppen anspricht“, so Eberle weiter.

Lush steigt auf Prevented Ocean Plastic™ um

Die Kosmetikmarke Lush hat eine Materialumstellung ihrer durchsichtigen Flaschen vorgenommen. Das bisher eingesetzte Recycling-PET wurde durch zertifiziertes, recyceltes Prevented Ocean Plastic™ ersetzt. Der Kunststoff für die Herstellung der neuen, transparenten Flaschen wurde in einem Umkreis von 50 Kilometern um eine Meeresküste oder eine größere Wasserstraße in Indonesien gesammelt, gibt das Unternehmen bekannt. Seit Umstieg auf Prevented Ocean Plastic™ seien bereits mehr als drei Millionen Plastikflaschen an der indonesischen Küste gesammelt und zu Lush-Flaschen recycelt worden, heißt es weiter.

M.i.l.k. setzt Birkel in Szene

Zur Einführung der veganen Sorten von Birkel Minuto Nudel Snack hat die gesamte Produktrange der Aufguss-Becher ein neues Packungsdesign erhalten. M.i.l.k., Frankfurt/Main, hat das markante Birkel-Blau mit intensiven Sortenfarben in Kontrast gesetzt, eine kräftige Typografie gewählt sowie Produktabbildungen inszeniert.

Foto: M.i.l.k.

Bericap: Verschluss aus PCR

Der Schmierstoffanbieter Total Energies Lubrifants und Bericap haben einen Verschluss aus Recyclingmaterial entwickelt, der für Verpackungen von Schmierstoffen eingesetzt werden kann. Der Verschluss für die 20-Liter-Verpackungen soll zu 50 Prozent aus recyceltem Kunststoff (Postconsumer Recycled Plastic, PCR) bestehen.

Kolbus: Präzision für Luxusverpackungen

Der Maschinenhersteller Kolbus hat für die Fertigung von Schachteln für die Luxusverpackungsindustrie das sogenannte Box Line System im Angebot. Hiermit könne, so Kolbus, eine hohe Präzision, Effizienz, Konsistenz und Wirtschaftlichkeit in der maschinellen Herstellung von Verpackungen aus Karton, Papier und Leim erzielt werden. Beispielsweise könnten diese Maschinen feine Kanten und Formen erzeugen, die manuell nur schwer oder gar nicht zu erreichen wären. Dies ermögliche die exakte Formgebung der Schachteln und die Weiterverarbeitung mit edlen Bezugsmaterialien. Kolbus stellt auf der Drupa 2024 in Düsseldorf aus.

Drupa: Halle 1, Stand B 55

Felsengartenkellerei Besigheim: Eidechse als Hingucker

Weingüter gibt es viele, doch nur wenige ernten an steilen Hanglagen.

Zehn Weingemeinden gehören zur Felsengartenkellerei Besigheim, die seit vielen Jahren den Weinbau in Steillagen pflegt. Das besondere Mikroklima der Steillagen fördere die Qualität des Leseguts überdurchschnittlich, heißt es seitens der Winzergenossenschaft. Die Felsengartenkellerei besteht seit 1938. Die Etiketten ziert eine goldene Eidechse, wie sie in den Steillagen zu finden ist.
Der Frozen Gecco ist eine Sommer-Cuvée, die speziell für die Herstellung von Granita für Erwachsene aus fruchtigen Weißweinen komponiert wurde. Für die Gestaltung des in Streifenoptik mit Eidechse gehaltenen Etiketts arbeiteten die Weinexperten mit Blumhardt Media Design, Mundelsheim, zusammen.
Birgit Terzic, aus dem Verkaufsteam der Felsengartenkellerei Besigheim erklärt auf Anfrage von creativ verpacken: „Zu unserem Gesamt-Gestaltungskonzept lässt sich sagen, dass wir auf ein hochwertiges Erscheinungsbild setzen. Es hebt sich durch Goldprägung, Goldfolie und zum Teil aufwändige Ornamentgestaltung hervor, in dem die Goldene Eidechse stets im Mittelpunkt steht. Und das über unsere gesamten Weinlinien sowie auch über unser hochwertiges Sekt- und Seccosortiment hinweg. Unsere Weine mit der goldenen Eidechse haben ihren Namen von der Mauereidechse (Podarcis muralis), die ihren Lebensraum in den für unsere Steillagen an den württembergischen Flüssen Neckar und Enz typischen Trockenmauern findet.“
Die Etiketten werden bei Carini oder Krämer Druck gefertigt. Veredelt werden diese durch Prägung und Goldfolie.

Hella Studio ist umgezogen

Hella Studio, Bern/Schweiz, hat neue Agenturräume in der Altenbergstrasse 8a bezogen.