Ausgezeichneter Wohnungsbau 2024
Wohnraum fehlt und der vorhandene ist oft teuer. Seit 2019 gibt es den Wettbewerb Ausgezeichneter Wohnungsbau. Dabei geht es um „intelligente Strategien zum Bau von Wohnhäusern …, die zugleich städtebauliche, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigen,“ wie es Roland Pawlitschko formuliert, der gemeinsam mit Dr. Christine Lemaitre Autor des 376 Seiten starken Buches ist. Viele Projekte drehen sich um gemeinschaftliches Wohnen, sei es in einem Quartier mit entsprechender Infrastruktur oder in einem Studentenwohnheim. Neubau, Umbau oder Integration von Neuem in alte Gemäuer sind die Schwerpunktthemen. Vorgestellt werden im Rahmen der Wettbewerbsprämierung Wohnbauten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der erste Preis ging an das Quartier Rivus Vivere in Wien, das als Gesamtkonzept mit 296 Wohn und 12 Gewerbeeinheiten auch die Lebensqualität der umliegenden Wohnviertel erhöht haben soll. Insgesamt 43 Projekte des Wettbewerbs, die eine Anerkennung (sechs Projekte) oder Auszeichnung (36 Projekte) erhielten, werden in dem bei Callwey erschienenen Titel vorgestellt.
Das Buch zeigt, wo Architekturkonzepte heute stehen, und wie die Bauherren versuchen, die Bedürfnisse des Wohnungsmarktes zu erfüllen. Oder wie es Gerald Schnell vom Architekturbüro Ferranti Schnell in Frankfurt/Main formuliert: „Wir möchten Bauten entwickeln, die eine Verbindung mit ihrem Ort eingehen, gut altern und mit der Zeit immer besser werden. So entsteht echte Nachhaltigkeit.“ Für 98 Euro ein interessantes Kompendium über Gemeinschafts- und Quartierbauten – und darüber wie zeitgemäße Wohnkonzepte entwickelt werden.





















Die Welt des Handels scheint immer ähnlicher zu werden in einer von Ladenketten und Supermärkten geprägten Welt. Doch es geht auch anders, was das bei Gestalten erschienene Buch beweist. Der Titel mag irritieren, so dass man fast fragen möchte: Was sind gute Geschäfte? Gut ist ein vielschichtiger Begriff. Neben einer ethischen Komponente, Qualität anzubieten, verkaufen manche Ladenbesitzer zum Beispiel nur Waren aus dem eigenen Land. Gut kann sich auch auf die durchdachten und zielgerichteten Ladenkonzepte beziehen, die keine Kompromisse für vermeintlich schnelles Geld eingehen.