Archiv: creativ verpacken aktuell

Royal Belgian Caviar: Festlich verpackt

Kaviar hat den Ruf des Besonderen. Damit dieser gewahrt bleibt, darf nichts dem Zufall überlassen werden…

Seit 2002 gibt es Royal Belgian Caviar. Der Weg dorthin begann im 1920 gegründeten belgischen Mühlenunternehmen Joosen-Luyckx. Gehandelt wurde mit Futtermitteln und Mehlen. Als es in den 1980er Jahren populär wurde, Zierteiche mit speziellen Fischen zu halten, entwickelte das Unternehmen hochwertiges Futter, unter anderem für Störe. Von da war der Weg zur eigenen Zucht nicht mehr weit, allerdings dauerte es ein paar Jahre bis der Kaviar marktreif war.
Verpackt wird die Delikatesse in einer flachen Weißblechdose mit Etikett. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich durch verschieden farbige Banner. Gestaltet werden alle Verpackungen und Ausstattungen von GNC in Turnhout/Belgien.

Herbaflor: Milde Rezepturen

Naturkosmetik für die Haare – exklusiv bei Rossmann sind die Pflegeprodukte der Marke erhältlich.

Schlichte Kunststoffflaschen winken der Verbraucherin aus dem Handelsregal zu. Die Grundgestaltung von Shampoo, Spülung und Repair ist einheitlich gehalten mit einem aufgedruckten Etikett, das Gräser und die pflanzlichen Inhaltsstoffe zeigt. Der unter dem Logo aufgebrachte Schriftzug „Naturkosmetik“ sowie das Zertifikat von Cosmos Natural stehen für das Bekenntnis des Herstellers, die Straub Beauty Group: Alle Produkte der Marke werden ohne Tierversuche und künstlich hergestellte Farb- und Duftstoffe produziert und sind frei von Silikonen und Paraffinen, wie es in einer Produktdeklaration heißt.
Gestaltet wurden die Flaschen von Natalja Ermisch aus der hauseigenen Designabteilung.

Nestlé: Vegane Burger im Trend

Aus pflanzlichem Eiweiß werden die Sensational Burger von Garden Gourmet hergestellt. Das Packungskonzept zeigt Patties, die denen aus Fleisch zum Verwechseln ähnlich sind.

„Unser Sensational Burger ist heute der Marktführer unter den rohen, pflanzlichen Burger-Patties in Deutschland“, sagt Heike Miéville-Müller, verantwortlich für die Geschäftsentwicklung bei Garden Gourmet in Deutschland. Die Marke stehe gut da und befinde sich heute unter den Marktführern. Der gesamte Markt für pflanzliche Ernährung und Fleischersatzprodukte wachse dynamisch. Allein in einem Jahr habe das Veggie-Segment ein Plus von 65 Prozent erzielt.
Seit mehr als 30 Jahren entwickelt Garden Gourmet vegetarische und vegane Produkte. Die Wurzeln der Marke, die heute zu Nestlé gehört, liegen in Israel.
Das Packungsdesign stammt von der niederländischen Agentur Vuur, Utrecht. Die natürlich wirkende Packung zeigt ein Bild des Burgers – halb roh, halb gegrillt. Der Naturkarton unterstreicht, auch gestalterisch, den pflanzlichen Inhalt.

Nivea Urea: Allzweckcreme

Hautpflege ist ein Thema, das das ganze Jahr Hochkonjunktur hat.

Für beanspruchte und trockene Haut hat Beiersdorf ein neues Pflegeprodukt auf den Markt gebracht. Nivea Urea + Care wurde mit Dermatologen gemeinsam entwickelt und soll vor allem in der kalten Jahreszeit der Haut wieder ihre Geschmeidigkeit zurückbringen. Der Tiegel mit einem klaren, medizinischen Auftritt wurde von Ruska Martín, Berlin, gestaltet.
Das Designkonzept beschreibt die Agentur wie folgt: „Heute ist non-verbale Kommunikation des Produkterlebnisses im Packaging der entscheidende Wettbewerbsvorteil. Die heilende und starke Pflegewirkung wird sofort durch die blau-rote Symbolik intuitiv wahrgenommen – und die Klarheit der Botschaft strahlt die Kompetenz und die Markenwerte von Nivea aus.”

Kusmi: Mit Jahrmarktsmotiv durch den Advent

Alle Jahre wieder haben Adventskalender Hochsaison – besonders beliebt sind die mit kleinen Geschenken gefüllten…

Das in Paris ansässige Teehandelshaus verführt in diesem Jahr in Petrolblau zum Öffnen der Türchen. Inspiriert wurde das Motiv von den französischen Jahrmärkten mit ihren Kinderkarussells.
Das Design sei inhouse entstanden unter Federführung von Inhaber Sylvain Orebi, heißt es auf Nachfrage von creativ verpacken. Wer die Türchen öffnet, kann sich über ausgesuchte Teesorten in 20 Beuteln, zwei Tees in kleinen Metalldosen sowie einen Teemesslöffel und eine Teezange freuen.

Schloss Wackerbarth: To-go-Angebote

Die Zeiten sind schwierig – davon können einige Branchen ein Lied singen. Besonders betroffen ist davon auch die Gastronomie. Hier ist Einfallsreichtum gefordert, um im Geschäft zu bleiben.

Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth verfügt nicht nur über eine besonders schöne Anlage, sondern ergänzt mit seinem Restaurant auch die eigenen Weine. Der zweite Lockdown in diesem Jahr brachte für Europas erstes Erlebnisweingut das Erliegen des Eventbereichs. Alternativ werden nun Speisen vom einfachen Gericht bis zum Drei-Gänge-Menue zum Mitnehmen angeboten. Entsprechend verpackt kann das Essen zu Hause direkt genossen werden. Auf Nachfrage zur Verpackung erklärte Martin Junge, Leiter Kommunikation Sächsisches Staatsweingut Schloss Wackerbarth: „Da das Thema Nachhaltigkeit nicht nur in unseren Weinbergen für uns sehr wichtig ist, arbeiten wir bei den Verpackungen für unsere To-go-Speisen mit der Nette GmbH zusammen. Dabei nutzen wir deren umweltschonende, recycelbare, biologisch abbaubare und kompostierbare Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen.“
Um seinen Gästen zudem Kraft, Zuversicht und Lebensfreude in diesen Zeiten zu schenken, erstrahlt die gesamte barocke Schloss- und Gartenanlage mit den angrenzenden Terrassen des Wackerbarthbergs allabendlich in stimmungsvollem Licht.

Evora: Limitierte Sonderedition

Seit 43 Jahren geht das Beauty-Familienunternehmen eigene Wege.

„Unser Duft 43 erzählt die Geschichte von Evora, dem großen Mut, neue Wege zu gehen. Denn die Leidenschaft unseres Handelns und das Vertrauen in unsere Werte sind der Grund, warum wir auch im 43. Jahr des Bestehens sehr zuversichtlich in die Zukunft schauen“, erläutert Kristin Matousek, Marketing-Expertin, die Firmen-Philosophie. Mit dem Unisex-Duft 43 aus der Intense Equality Parfum Linie, einer Premiumkollektion, ruft das Unternehmen zu mehr Toleranz, Akzeptanz und Mut zu Individualität auf. Die Sonderedition in Regenbogenfarben passt zum Familienmotto „A beautiful life“. Gestaltet wurde sie von Daniel Matousek, Sohn des Unternehmensgründers.

Loire-Weinlabel neu aufgestellt

Tradition modernisieren zu einem Markenauftritt, der Aufmerksamkeit schafft – diesen Weg will die Weinmarke La Noblesse beschreiten.

Das australische Weinhandelsunternehmen Fourth Wave hat derzeit 56 Weinmarken in seinem Portfolio – darunter auch Weine aus Frankreich, Italien und Spanien. Den Weinen des Loiretals möchte Nicolas Crampton, Geschäftsführer von Fourth Wave, ein anderes Standing geben. Für ihn sind sie unterrepräsentiert und kommen traditionell und angestaubt daher. Denomination, Ultimo/Australien, wurde beauftragt, die Weinmarke La Noblesse als Loire-Wein zeitgemäß aufzustellen. Rowena Curlewis, Chefin der Agentur, suchte einen Weg, der in der Gestaltung zwar auf die typische Schlossdarstellung verzichtete, dennoch die Tradition nicht ganz außer acht lässt. Während die Etiketten historische Persönlichkeiten andeuten, ist der Name direkt auf die Flasche gedruckt und wirkt wie von Hand geschrieben.
Der Wein wurde gerade in Australien auf den Markt gebracht. Der europäische Markteintritt ist ab März 2021 geplant.
Unklar ist die Herkunft des Weines, das heißt, woher die Reben stammen. Als Winzer wird Antoine Schürr genannt, Partner im französischen, von seinem Vater Bernard Schürr gegründeten und im Süden Frankreichs ansässigen Weinunternehmen Domaine des Courtilles.

Weleda: Festliches Packungskonzept

Hübsch verpackte Geschenke punkten das ganze Jahr über, ganz besonders aber in der Advents- und Weihnachtszeit.

Der Naturkosmetik- und Arzneimittelhersteller Weleda arbeitet seit langem mit der Eberle Werbeagentur, Schwäbisch Gmünd, zusammen. Die Agentur liegt nicht nur vor der eigenen Haustür, sondern ist seit langem im Biobereich zuhause. Die Geschenkboxen für je ein Duschbad und eine Creme oder Lotion wurden beim Faltschachtelspezialisten Karl Knauer produziert.
Doch es steckt mehr dahinter, als auf den ersten Blick zu vermuten wäre: Um einen Zweitnutzen der Boxen zu ermöglichen, wurden sie eher schlicht gehalten. Auf ein neutrales Linienmotiv fiel die Wahl. Was der Kunde nicht so ohne weiteres erkennt, ist das ausgeklügelte System, das die Packung zu etwas Besonderem macht: Eine Kombination aus Prägen und Farben erzielt den besonderen Effekt: „Alle Farben und Lacke entsprechen der Anforderung FSP. Wir haben mit einem Speziallack auf Dispersionsbasis gearbeitet. Die Matt-/Glanzeffekte wurden ebenfalls mit Dispersionslack erzeugt und mit Prägungen unterstützt“, erklärt Franziska Damian, Marketing bei Karl Knauer, das Procedere.
Auf Nachfrage erklärte der Faltschachtelhersteller weitere Details: FSP-Farben seien besonders umweltfreundliche, nachhaltige Farben. Karl Knauer setze diese seit vielen Jahren ein, da zahlreiche Kunden aus dem Bereich Bio-Lebensmittel kämen und hier Nachhaltigkeit sowie Lebensmittelechtheit gefordert würden. Als anthroposophisches Unternehmen lege Weleda sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit. Hier treffen sich Kosmetikunternehmen und Faltschachtelhersteller.

Efes Breweries International: Geschichten erzählen

Geschichte und Literatur werden selten mit Verkaufsverpackungen in Verbindung gebracht.

Für die führende Biermarke Georgiens, Natakhtari, ließ sich der Mutterkonzern Efes Breweries International etwas Besonderes einfallen: Auf den Bierdosen der Marke wird das georgische Nationalepos, die Geschichte der Königin Tinatin, erzählt. Gestaltet wurden die vier ausdrucksstarken Szenen auf den Bierdosen von David Matchavariani, einem georgischen Künstler. Damit stellt der Konzern sicher, dass die georgischen Biertrinker sich noch mehr mit ihrer Biermarke identifizieren. Die Dosen wurden hergestellt und bedruckt vom Dosenspezialisten Crown.