Archiv: Schlaglichter

Verpackung aus Spargelfasern

Die Hochschule München testete in einem Forschungsprojekt, ob sich Spargelabfälle für die Karton- oder Papierherstellung eignen. Unter Leitung von Prof. Dr. Helga Zollner-Croll von der Fakultät für Papier und Verpackung konnte aus Spargel Fasermaterial gewonnen werden, das mithilfe eines Laborfasergussverfahrens zu Schalen verarbeitet werden kann. Die raue Oberfläche soll sich gut für Erdbeer-Verpackungen eignen.

BUND fordert Verbot von Fluorchemikalien

In einer Untersuchung von fett- und wasserabweisendem Einweggeschirr aus Papier und Pappe von europäischen Schnellrestaurants wurden Fluorchemikalien (langlebige per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen PFAS) nachgewiesen. Die Testreihe wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit den tschechischen Verbraucherschützern von Arnika und sieben weiteren Nichtregierungsorganisationen durchgeführt. Da die Stoffe auf die verpackten Lebensmittel übergehen und Gesundheitsschäden hervorrufen können, fordert der BUND ein PFAS-Verbot als gesamte Stoffgruppe bis spätestens 2030.

Tubenschulter aus Papier

AISA Automation Industrielle SA brachte eine Tubenschulter auf den Markt, die mehrheitlich aus Papier und nicht nur aus Kunststoff besteht. Um die konische Form der Tubenschulter zu gewährleisten ist ein formbares Papier erforderlich, das Billerud Korsnäs lieferte. Zusammen mit der Tubenhülse, die zu 85 Prozent aus Papier bestehe, trägt diese Hybridschulter zu einer Verpackung bei, die nun zu mehr als 80 Prozent aus Papier bestehe, heißt es von AISA,

Recycling von Getränkedosen

Getränkedosen aus Aluminium werden, so eine Untersuchung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) für das Jahr 2019, zu 99,3 Prozent dem Recycling zurückgeführt, Weißblechdosen zu 99,7 Prozent. Die Studie untersuchte alle Verwertungswege wie Pfandsysteme, die Dualen Systeme sowie die Rückgewinnung des Aluminiums aus den Schlacken von Müllverbrennungsanlagen. Damit sei der Kreislauf der Aluminium-Getränkedose nahezu vollständig geschlossen, heißt es vom Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA).

Siegwerk setzt auf zirkuläre Verpackungen

Der Anbieter von Druckfarben und Lacken, Siegwerk, hat sich zwei Initiativen zur Förderung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft in der Verpackungsbranche angeschlossen: 4evergreen (Ziel: Steigerung der Recyclingquote von faserbasierten Verpackungen) und CosPaTox (Cosmetic Packaging Toxicology, Ziel: Schaffung von Qualitätsstandards für Non-Food-Kunststoffrezyklate). „Es geht nicht um‚ Papier gegen Kunststoff, sondern darum, die beste Lösung für zirkuläre Verpackungen zu finden. Und: wir müssen konkrete Bedürfnisse im aktuellen System adressieren. Zum Beispiel die Lücke bei den Qualitätsstandards für Rezyklate“, sagt Alina Marm, Leiterin des Circular Economy Hub bei Siegwerk, „4evergreen und CosPaTox unterscheiden sich zwar, spiegeln aber beide exakt dieses ganzheitliche Verständnis für ein zirkuläres Verpackungssystem wider.“

Brandt Hülsen wird 40

Der Spezialist für Hartpapier- und Versandhülsen feiert Geburtstag: Brandt Hülsen blickt 2021 auf 40 Jahre seit Unternehmensgründung zurück.

Nachhaltigkeit von Koehler Paper bewertet

Eco Vadis, eine Bewertungsplattform von Nachhaltigkeitsratings, prüfte Koehler Paper nach den Corporate Social Responsibility (CSR)-Kriterien des Portals. Das Unternehmen zeige seine Stärken in den Bereichen Rohstoffbeschaffung und Produktion und konnte den Status Gold erreichen.

Kompostierbare Verpackung in die Gelbe Tonne

Aktuell werden in Deutschland kompostierbare Verpackungen über alle Entsorgungswege verbrannt – zu diesem Ergebnis kommt die Initiative Kreislaufverpackung, die über ein Jahr lang Erkenntnisse von Entsorgungsunternehmen, Herstellern und Materialexperten sammelte. Als Lösungsansatz sieht die Initiative den Entsorgungsweg über die Gelbe Tonne, darüber könne – je nach Material – recycelt oder dem Kompost zugeführt werden. Mitglieder der Initiative Kreislaufverpackung sind: Denttabs, Rapunzel Naturkost, Samova, Sonnentor und The Nu Company.

Papierflasche: Stora Enso und Pulpex kooperieren

Um die Produktion von Papierflaschen und Behältern aus Holzfaserzellstoff zu industrialisieren, haben der Papierproduzent Stora Enso und das Verpackungstechnologie-Unternehmen Pulpex eine exklusive Vereinbarung geschlossen. Der Fokus der Partnerschaft liegt auf der Entwicklung einer Hochgeschwindigkeits-Produktionslinie, die 2022 betriebsbereit sein soll.

Weniger Energie und Material bei Thermofolien

„Bei Kunststoffen geht es künftig verstärkt darum, Material einzusparen und Ressourcen konsequent im Kreislauf zu halten“, sagt Alexander Bonde, Generalsekretär Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Die Stiftung fördert dazu ein Projekt zur Produktion von Thermofolien, das das Start-up Constab Polyolefin Additives zusammen mit dem Institut für Kunststofftechnik der Universität Stuttgart durchführt. Hier werden Harze mit speziellen Eigenschaften als Zusatzmittel eingesetzt, mit denen die sogenannte Umformtemperatur energiesparend um 20 Grad abgesenkt werden könne. Die Folien würden durch den Zusatzstoff sowohl dichter als auch fester – und dünner.