Archiv: Schlaglichter

Metsä Board entwickelt Getränkeverpackung

Für den neuen Chopin Organic Rye Vodka hat Metsä Board eine Verpackung entworfen, die – so Iiro Numminen, Structural Packaging Designer bei Metsä Board – leicht, stabil, recycelbar sei, mit Verschlusslaschen, die keinen Klebstoff benötigten. Die Entwicklung der Verpackung aus weißem Kraftliner erfolgte im Excellence Centre des Papierherstellers in Finnland.

Kunststoffversorgung auf Negativ-Plateau

Die in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen organisierten Unternehmen melden das Erreichen eines Negativ-Plateaus bei der Versorgung mit Kunststoffen. Der Verband der Kunststoffhersteller Plastics Europe Deutschland geht von einer angespannten Versorgungslage bis Ende des Jahres 2021 aus. Des weiteren wurde eine Preisexplosion bei LDPE, LLDPE und EPS über 60 Prozent beobachtet. Auch die übrigen Kunststoffe hätten sich im Mittel über 50 Prozent verteuert, heißt es seitens der IK.

SIG führt Tethered Caps ein

Bis zum Juli 2024 schreibt die EU-Richtlinie für Einwegkunststoffe vor, dass alle Einweg-Getränkeverpackungen nach dem Öffnen mit den Verschlusskappen verbunden bleiben müssen. SIG will für seine Kartonpackungen in Europa bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 fest mit der Verpackung verbundene Verschlusskappen (Tethered Caps) auf den Markt bringen.

Fraunhofer: Einsatz für Kunststoff-Recycling

Sieben Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft bündeln im Leitprojekt Waste 4 Future ihre Kompetenzen, um neue Möglichkeiten für das Recycling von Kunststoffen zu schaffen. Dafür würden klimaneutrale Prozesse von der Rohstoffbasis über Stoffströme und Verfahrenstechnik bis zum Ende des Lebenszyklus eines Produkts entwickelt. Im Fokus stehen Energie- und Ressourceneffizienz beim Einsatz von Kunststoffen, so dass künftig weniger fossile Rohstoffe benötigt und Emissionen verringert werden können.

Getränkekarton: Recyclinganlage eingeweiht

Bereits in den 1990er Jahren wurde ein Verfahren entwickelt, das ermöglichte, den Getränkekarton-Verbund zu trennen. Das abgelöste Kartonmaterial wurde wieder dem Produktionsprozess zugeführt, das Aluminum-Kunststoffgemisch ging an die Zementindustrie. Nun haben Elopak, SIG Combibloc und Tetra Pak acht Millionen Euro in eine Pilotanlage bei Palurec investiert, die nicht nur Aluminium und Kunststofffolie trennt, sondern auch die PE-Folie von dem deutlich schwereren Kunststoff aus HDPE der Verschlusskappen. Während die Verwertung der Kunststoffmaterialien geklärt zu sein scheint, ist die Weiterverwendung des Aluminiums noch unklar.

Weniger Verpackung: Handel und Forschung suchen Lösung

Mit nachhaltigen Alternativen zu Kunststoffverpackungen bei Lebensmitteln, Kleidung oder Kosmetik können sich Verbraucher bis zum 31. Juli 2021 in verschiedenen Läden in Heidelberg bekannt machen. Das Forschungsprojekt Innoredux des Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des ifeu – Institut für Energie und Umweltforschung zeigen, wie Verpackungen im Einzelhandel reduziert werden können und welche Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle sich daraus ergeben. Projektpartner sind unter anderem Alnatura, dm, Unverpackt-Läden sowie der Onlinehändler Memo.

Studie zu Papier-Kunststoff-Verbunden

„Wenn es bei der Verpackung auf die besonderen Eigenschaften des Materials Kunststoff ankommt, dann sollte auf Papierfasern komplett verzichtet werden, und eine voll recyclingfähige Kunststoffverpackung gewählt werden“, erklärte Dr. Isabell Schmidt, Geschäftsführerin von IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen. Ihre Aussage stützt Schmidt auf die Ergebnisse einer Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM). Hier wurden die Auswirkungen der Substitution von reinen Kunststoffverpackungen durch Papierverbunde (Materialmix aus Papier und Kunststoff) auf verschiedene Bereiche wie Recycling oder Verpackungsaufkommen untersucht.

Fedrigoni gibt Geschäftsbereich ab

Portals, in Großbritannien ansässiger Spezialist für die Herstellung von Banknoten- und Sicherheitspapier, will von Fedrigoni den Geschäftsbereich, der auf die Produktion von Sicherheitsmerkmalen spezialisiert ist, in Bollate/Italien, übernehmen.

Hohes C in rPET-Flaschen

Die Säfte von Hohes C sollen ab Mitte Mai 2021 in 1-Liter-Flaschen, die zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik (rPET) bestehen, verkauft werden. Das Unternehmen will damit einen Beitrag zur Verbesserung der Kreislaufwirtschaft leisten.

Standards für Unverpackt-Läden

In einem Projekt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), das die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert, sollen branchenweite Standards für Prozesse in Unverpackt-Läden entwickelt werden. „Wir brauchen effiziente und praxistaugliche Lösungen für Transportverpackungen, den Einsatz von nachhaltigen Verpackungsmaterialien und Mehrwegsysteme“, beschreibt Projektleiter Prof. Dr. Jens Pape den Forschungsansatz. Herausforderungen sieht Pape insbesondere beim Hygiene- und Schädlingsmanagement.