Februar 2025

Tee Zwanck: Neues Verpackungskonzept

Über die Jahre können bei Marken vielfältige Designelemente entstehen …

Seit 1796 gibt es in Hamburg die Teehandlung Ernst Zwanck. Hier werden Tees aus der ganzen Welt im stationären Laden und online angeboten. Nun überraschte das Unternehmen mit neuen Verpackungen seiner Tees, die jetzt in Folien-Standbodenbeuteln (EVOH-LLDPE) verpackt werden. In einem Begleitschreiben zur Teebestellung wird diese Entscheidung in mehreren Punkten erklärt. An erster Stelle steht der Produktschutz, damit verbunden das Erhalten der Teequalität bei Entnahme aus dem Beutel. Ein Zipper ermöglicht den Wiederverschluss. Und entsorgt wird die Verpackung in die Gelbe Tonne. Getrennt werden muss nichts – auch nicht beim Recycling.
Doch damit nicht genug. Die beiden freiberuflichen Designer Maik Beimdieck und Nicolai Diekmann, beide Hamburg, wurden beauftragt, ein neues Gestaltungskonzept zu entwickeln. Junior-Geschäftsführer John Westphal, der mit seiner Mutter und Großmutter die Teehandlung führt, erklärt auf Nachfrage von creativ verpacken, was hinter der Neugestaltung steht: „Unsere Idee war es, das Design in die Hände eines renommierten Designers zu legen, um unsere bisher uneinheitlichen Designelemente zu überarbeiten und zu harmonisieren. Über die letzten Jahrzehnte hatten sich verschiedene Schriftarten, Logos und Farben in unseren Produkten angesammelt, wodurch unser Markenauftritt inkonsequent und unruhig wirkte.“ Ziel war, das Logo zeitgemäß weiterzuentwickeln, „ohne seinen einzigartigen Wiedererkennungswert zu verlieren. Zudem sollte eine klare Stilrichtlinie mit definierten Farben und Schriftarten entstehen, die es uns ermöglicht, unseren Markenauftritt konsequent über verschiedene Verpackungen hinweg – und in einem nächsten Schritt auch auf unserer Internetseite – harmonisch zu präsentieren,“ so Westphal abschließend.

Delfort: Neues Barrierepapier

Vor allem Hersteller gefrorener und gekühlter Lebensmittel, von Süß- und Zuckerwaren, Schokoladenriegeln und Cerealien will Delfort mit einem neuen Barrierepapier ansprechen. „Durch eine kombinierte Sauerstoff-, Wasserdampf- und Fettbarriere erreicht das Papier Werte von handelsüblichen Kunststofffolien und ist dabei dünn und leicht“, erklärt Peter Hackl, Geschäftsbereichsleiter Packaging bei Delfort. Das Papier biete aufgrund verbesserter Zug- und Reißfestigkeit besonders günstige Lauf- und Siegeleigenschaften auf Verpackungsmaschinen, die bislang mit Folie arbeiten.

Ausgezeichneter Wohnungsbau 2024

Wohnraum fehlt und der vorhandene ist oft teuer. Seit 2019 gibt es den Wettbewerb Ausgezeichneter Wohnungsbau. Dabei geht es um „intelligente Strategien zum Bau von Wohnhäusern …, die zugleich städtebauliche, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigen,“ wie es Roland Pawlitschko formuliert, der gemeinsam mit Dr. Christine Lemaitre Autor des 376 Seiten starken Buches ist. Viele Projekte drehen sich um gemeinschaftliches Wohnen, sei es in einem Quartier mit entsprechender Infrastruktur oder in einem Studentenwohnheim. Neubau, Umbau oder Integration von Neuem in alte Gemäuer sind die Schwerpunktthemen. Vorgestellt werden im Rahmen der Wettbewerbsprämierung Wohnbauten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der erste Preis ging an das Quartier Rivus Vivere in Wien, das als Gesamtkonzept mit 296 Wohn und 12 Gewerbeeinheiten auch die Lebensqualität der umliegenden Wohnviertel erhöht haben soll. Insgesamt 43 Projekte des Wettbewerbs, die eine Anerkennung (sechs Projekte) oder Auszeichnung (36 Projekte) erhielten, werden in dem bei Callwey erschienenen Titel vorgestellt.
Das Buch zeigt, wo Architekturkonzepte heute stehen, und wie die Bauherren versuchen, die Bedürfnisse des Wohnungsmarktes zu erfüllen. Oder wie es Gerald Schnell vom Architekturbüro Ferranti Schnell in Frankfurt/Main formuliert: „Wir möchten Bauten entwickeln, die eine Verbindung mit ihrem Ort eingehen, gut altern und mit der Zeit immer besser werden. So entsteht echte Nachhaltigkeit.“ Für 98 Euro ein interessantes Kompendium über Gemeinschafts- und Quartierbauten – und darüber wie zeitgemäße Wohnkonzepte entwickelt werden.

 

Hubergroup: Neuer Kleber für Kaltfolie

Speziell für den Einsatz bei Lebensmittelkontaktmaterialien hat das Druckfarben- und Chemieunternehmen einen neuen Kaltfolienkleber für Gold- und Silberanwendungen entwickelt. Sie ermögliche gestochen scharfe Konturen und eröffne durch die schnelle Härtung neue Möglichkeiten für metallische Veredelungen höchster Präzision, erklärt Patrick Hübel, Director of Global Product and Color Management bei Hubergroup, und sei eine optimale Antwort auf die steigenden Anforderungen des Marktes.

Rathgeber: Neu aufgestellt

Entwicklungen kosten Zeit. Und so hat die Rathgeber-Gruppe, Spezialist für Kennzeichnungslösungen, unter Führung ihrer geschäftsführenden Gesellschafter Andrea und Andreas Schrägle gemeinsam mit ihren Mitarbeitern einen zweijährigen Prozess durchlaufen, dessen Kernbotschaft ist: Rathgeber verbindet. Unterstützt wurde das Unternehmen in der Umsetzung von Dachcom.de, Lindau. Die neue Internetplattform sei ein weiterer Schritt, den Kunden ein digitales Markenerlebnis und eine bedürfnisorientierte Lösungsfindung zu bieten, heißt es seitens der Inhaber.

Picolit Myò: Ein Wein zum Valentinstag

Das Datum für Verliebte lässt sich vielfältig gestalten …

Der weiße Dessertwein Picolit Myò stammt vom Weingut Annalisa Zorzettig aus dem italienischen Friaul. Das Weingut ist seit der Gründung im Jahr 1874 in der Hand der Familie. Gestaltet wurde das auffallende Etikett, auf dem es etwas zu entdecken gibt, von der Designagentur Brain Bank, Udine/Italien. Annalisa Zorzettig erklärt gegenüber creativ verpacken, warum ihr Dessertwein, aber auch die anderen Weißweine der Serie, so gut zum Valentintag passen: „Der Ursprung der Marke Myò leitet sich aus einer Strophe der ältesten friaulischen Ballade ab, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in Cividale del Friuli komponiert wurde. In vier Strophen vergleicht ein verliebter junger Mann seine Frau mit seinem Land, das beide mehr als alles andere lieben. Alle Gedichten der damaligen Zeit erzählten von Momenten des Lebens: von der Arbeit auf dem Feld, der Liebe, dem Alltag. Und Myò soll an das friaulische Land, seine Traditionen und Rituale erinnern“.

Co-Brands 2025: Kooperationspartner finden

Bis zu 100 Marketingmanagern unterschiedlicher Branchen bietet die virtuelle Veranstaltung Co-Brands 2025 am 27. März 2025 die Gelegenheit Kooperationspartner für mögliche gemeinsame Projekte kennenzulernen. Zuvor ist eine Anmeldung unter www.co-brands.de notwendig. Zudem sind Networking-Pausen in Chat-Gruppen und eine virtuelle Abendveranstaltung vorgesehen.

 

Dr. Niedermaier Pharma: Wohlbefinden hochwertig verpackt

Fermentation ist eine alte Kunst, Lebensmittel haltbar zu machen.

Dr. Niedermaier Pharma nutzt das Verfahren für seine Nahrungsergänzungsmittel ein. Dabei geht es um das Herauslösen wertvoller Pflanzenstoffe, um sie dann hoch zu konzentrieren. Neu im Portfolio sind die 2-in-1-Boxen, die das Bedürfnis nach Wohlbefinden und ganzheitlicher Gesundheit bedienen. Der Inhalt der Boxen reicht für 30 Tage.
Das in Zusammenarbeit mit dem Designstudio Svea Bode, Köln, entwickelte Gestaltungskonzept soll, wie Marisa Sophie Schramm, Head of Marketing Activation & Communications bei Dr. Niedermaier Pharma, auf Nachfrage von creativ verpacken erläutert „die Hochwertigkeit der Marke Dr. Niedermaier widerspiegeln, klare Informationen vermitteln und zugleich ästhetisch ansprechend sein. Wichtig ist, dass die Verpackung den Premium-Anspruch unterstreicht und den Verbraucher emotional anspricht.“
Die Etiketten der Glasflaschen fertigte Carini, die Faltschachteln aus einem Material von Paper Wise wurden von Mader Werbetechnik/123 Bag hergestellt und bedruckt.

CBA: Beginn einer neuen Ära

1982 in Paris gegründet, hat die Agentur heute 14 Standorte weltweit mit mehr als 300 Mitarbeitern. Soeben gab CBA bekannt, dass Cécile Ayed (vorher: COO bei Lonsdale Design) zur Präsidentin ernannt worden ist. CBA-Gründungspräsident Louis Collinet ist jetzt Vorstandsvorsitzender. Außerdem stärkt die Agenturgruppe ihre strategische Partnerschaft mit WPP und legt so den Grundstein für ein neues Designnetzwerk, dem sich Coley Porter Bell, London/New York, als erste Agentur angeschlossen hat.

 

Coverpla: Flaschen im Apothekerstil

Unter dem Namen Oscar hat das französische Unternehmen Coverpla Flaschen für den Duft- und Kosmetikmarkt entworfen, die von der Form her an Apothekerflaschen erinnern. Gefertigt werden sie vom italienischen Glashersteller Zignago Vetro.