Archiv: creativ verpacken aktuell

SW-Motech: Neu in Szene gesetzt

In vielen Bereichen wird Verpackung eher funktional wahrgenommen, doch auch hier gehören gezielte Kundenansprache und -information zu ihren wesentlichen Aufgaben.

Bei Motorradzubehör handelt es sich um Produkte, die vergleichsweise einfach schlicht verpackt werden. SW-Motech hatte die Produktion von China nach Deutschland verlagert und nutzte die Expertise des Verpackungsherstellers STI, um die Produkte zeit- und kostensparend neu zu verpacken. Der Hersteller von Motorradzubehör reduzierte die Versandverpackungen auf vier Varianten, die durch eine entsprechende Konstruktion auf Aufhänger und Etiketten aus anderen Materialien verzichten. Gestaltet wurden die Verpackungen inhouse von Joachim Jung und Björn Becker. „Mittels Aufkleber auf den Universalverpackungen können auch kleinere Chargen optimal am PoS positioniert werden. Marke und Produkt werden unaufdringlich in den Fokus gerückt und sorgen für eine authentische Produktpräsentation im stationären und Online-Handel,“ lautet die Beschreibung des Gestaltungskonzepts.

Pinaks: Grille bricht Speisetabus

Berliner Food-Start-up macht Lust auf Insektensnacks.

Lebensmittel, die mit Insekten angereichert wurden, führen hierzulande noch ein Nischendasein. Das wollen die Gründer von Native Foods, Sebastian Kreßner und Camilo Wilisch, mit der Marke Pinaks ändern. Seit Mai 2021 sind die proteinhaltigen und glutenfreien Snacks aus Grillenmehl in den Sorten Rosmarin und Zwiebel-Kräuter in einem 35 Gramm Riegel à vier Cracker erhältlich.
Die verantwortliche Designerin Andrea Tovar, Berlin, entwarf ein freches, luftig-frisches Packungsdesign, das einen bewusst verspielten Gegenpart zum Verpackungsinhalt bilden soll.

Mein Genuss: Küche geht auf Weltreise

Fernweh lässt sich auf viele Arten stillen.

Reisen in andere Länder sind mehr als nur der berühmte Tapetenwechsel. Für viele steht das Eintauchen in andere Kulturen im Vordergrund. Mein Genuss, Onlineshop für Gewürze und Tees, nimmt mit 38 Gewürzen und Gewürzmischungen auf eine Reise in die internationalen Geschmackswelten mit – von Sauerbratengewürz bis Chimichurri, ein Gewürz für eine argentinische Sauce.
Als Verpackung kamen Weißblechdosen zum Einsatz, die mit einem lebensmittelechten Schutzlack versehen sind, wie Mein Genuss verlautbarte. Gestaltet wurden die Dosen von Clormann Design, Penzing.

 

 

 

Pharmos: Ganzheitlich Gesundheit fördern

Ein künstlerisches Packungsdesign soll die Qualität von Holistic-Food-Produkten unterstützen.

Den Menschen dabei unterstützen, sich mit den Wirkstoffen von Pflanzen gesund zu fühlen, ist der Ansatz von Pharmos Natur Green Luxury. Dazu wurde eine neue Reihe von Produkten gelauncht, die das Prinzip der Selbstheilung fördern soll: Holistic Food. Das Angebot der sogenannten Lebensgesundmittel umfasst unter anderem Säfte, Fruchtpulver und Kapseln mit verschiedenen Wirkstoffen.
Das vielseitige Wirkstoffnetz wurde in handgemalten Aquarellen in herbstlichen Farbnuancen von Marco Spitzar, Studio Spitzar, Dornbirn/Österreich, auf die Verpackungen gebracht. Herbstlich, weil dies die Erntezeit für die Heilpflanzen ist, aus denen die Holistic-Food-Produkte hergestellt werden. Für die Produktverpackungen wird Braunglas verwendet, das Papier für die mit Logo und Produktnamen geprägten Faltschachteln kommt von Fedrigoni.

 

Voelkel: Sommerdrink mit exotischem Flair

Saft-Kombinationen als Grundlage für einen fruchtigen Piña Colada, Sunrise oder Caipirinha.

Drei Saft-Kreationen in Bio- und Demeter-Qualität, die sich geschmacklich an die Cocktailklassiker Piña Colada, Sunrise und Caipirinha anlehnen, hat Voelkel für den Sommer entwickelt. Sie lassen sich pur und direkt aus der 0,2 Liter Glasmehrweg-Flasche trinken oder mit Crushed-Ice, Früchten und Spirituosen in einem Glas zu einem Drink verwandeln. Diese Möglichkeit demonstrieren die Illustrationen auf dem Etikett. Farbenfrohe Früchte und dekorierte Cocktailgläser rufen ein sommerlich exotisches Flair hervor. Die Gestaltungsidee greift Elemente des Stammsortiments des Saftherstellers auf. Das Etikett wurde von Jana Ressel aus der hauseigenen Grafikabteilung designt.

 

Campo alla Sughera: Neues Etikettendesign

Bolgheri-Weine stammen aus einem kleinen Anbaugebiet in der Toscana und sind nach einem Ortsteil benannt.

Vor 20 Jahren war der Rotwein Arnione der erste Wein, den das toscanische Weingut Campo alla Sughera produzierte. Es sind verschiedene Rebsorten, die auf den jahrtausendealten Böden in der Nähe der etruskischen Küste (Provinz Livorno) gedeihen und aus dem Bolgheri-Weine entstehen. Arnione werden eiförmige Alabaster-Steine genannt, die in den Böden zu finden sind. Nach einem Relaunch der Etiketten durch Well Com, Alba/Italien, zeigen diese nun einen Kreis als Symbol der Perfektion, inspiriert durch die ovalen Steine, erklärt Paola Chiapasco von der Agentur das Designkonzept.

Made Good: Farbenfroh im Regal

Neue Geschmackskombinationen, andere Formate und immer wieder neue Packungskonzepte machen auch vor dem Riegelmarkt nicht halt.

Die neuen Snacks des kanadischen Unternehmens Riverside Natural Foods sind fruchtig-schokoladig oder süß-salzig. Es gibt die Riegel jetzt auch im XL-Format. Gemein ist allen Sorten, dass sie sich an Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten richten. Die farbigen Riegelverpackungen bestehen zu 85 Prozent aus Papier, wie der Hersteller mitteilt. Sie wurden inhouse gestaltet unter Federführung der Senior Graphic Designerin Firoozeh Fazeli.
Die Geschwister Nima, Sahba und Salma Fotovat gründeten das Unternehmen 2013 aus persönlichen Gründen. Nima fand keinen leckeren, gesunden Snack für seinen Sohn …

Costa Coffee: Aus dem Kühlregal

Das Ready-to-drink- und On-the-go-Segment ist nach wie vor beliebt.

1971 gründeten die aus Italien stammenden Brüder Sergio und Bruno Costa in London ihre eigene Kaffeemarke. Heute ist diese mit über 3000 Geschäften weltweit anzutreffen und gehört zum Coca-Cola-Konzern. Als eine, nach eigenen Angaben, der bekanntesten Marken für Kaffee soll nun das Angebot in Deutschland ausgebaut werden. Gestartet werden soll in den Fokusregionen Ost (Berlin) und West (Köln). Ergänzt wird hier das Sortiment um drei verschiedene Ready-to-drink-Coffees aus dem Kühlregal. Den Verbraucher sollen sie durch einen höheren Kaffeegehalt aus Costa Coffee und etwa 30 Prozent weniger Zucker überzeugen – verglichen mit der Mehrheit der gezuckerten Kaffeegetränke mit Kaffee-Extrakt in Deutschland, wie das Unternehmen mitteilte. Außerdem seien die 0,25 Liter Getränkedosen bepfandet.
Jill McDonald, CEO von Costa Coffee, freut sich über den Markteintritt der Ready-to-drink-Sorten: „Unsere neue Range an gekühltem Costa Coffee wurde von Gennaro Pelliccia, unserem Master of Coffee, entwickelt.“ Es würden wie in allen Costa Kaffeesorten weltweit Rainforest Alliance-zertifizierte Kaffeebohnen verwendet. „Wir glauben daran, dass die Verbraucher die weniger süße, neue Range unserer gekühlten Kaffees lieben werden, da sie ihnen noch mehr Möglichkeiten bietet, Costa Coffee zu genießen“, so McDonald weiter.
Gestaltet wurden die Getränkedosen von Taxi Studio, Bristol/Großbritannien.

 

Feh Limited Edition: Träumereien

Besondere Gestaltungskonzepte werden am PoS zu Hinguckern.

Seit die Schwestern Carola und Sabrina Deutsch von Decasa, Graz/Österreich, den Feh Taschentüchern 2019 einen neuen Markenauftritt bescherten, seien sie – so heißt es – Teil der Feh-Familie. Die Marke von Essity gibt es seit 65 Jahren in Österreich. Das ist Grund, eine zusätzliche Jubiläums-Limited-Edition auf den Markt zu bringen. Decasa wählte als Motive zum Träumen die Welten von Zirkus, Varieté oder Cabaret.
Die beiden Künstlerinnen entwickelten ihr Wandbild „Frau im Mond“ weiter und brachten es auf die Packungen: Es entstanden sowohl zwei Designs für die Außenfolie als auch mit unterschiedlichen Vorder- und Rückseiten für die Single Packs. „Wir freuen uns sehr, dass wir Decasa ein zweites Mal an Bord holen konnten. Denn Carola und Sabrina Deutsch verstehen nicht nur ihr Handwerk, sondern greifen Trends auf ihre eigene Art und Weise auf“, so Karina Czichowsky Nielsen, Brand Managerin bei Feh.

Aloe-Vera-Trinkgele: Gesundes aus Griechenland

Dem Körper Gutes zu tun, ist auf vielfältige Weise möglich.

Die griechische Marke Kaloe steht für hochwertige Aloe-Vera-Produkte. In sieben verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie Kurkuma oder Granatapfel, sind die Produkte nun auf dem deutschen Markt erhältlich. Ein Nektarvogel im wechselndem farbigen Gewand harmoniere mit den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, wie Ioannis Amarantidis von Mogga Design, Remseck, berichtet. Seine Agentur hat die Etiketten für den deutschen Markt gestaltet. Hinter dem Namen Kaloe steht eine Art Wortspiel: Kalo bedeute auf Griechisch gut, das K allein stehe für Kreta und Aloe für die Pflanze, erläutert der Kreative. Händler für das Trinkgel ist Green Cola Germany.