Archiv: creativ verpacken aktuell

Sonnentor: Löwenzahn wiederentdeckt

Ein Heißgetränk mit Wurzeln aus heimischen Gefilden als Bio-Kaffee-Ersatz.

Als falschen Kaffee bezeichnet Sonnentor das Getränk aus der gerösteten Löwenzahnwurzel. Es wird heiß aufgebrüht und kann zum Beispiel mit Pflanzenmilch verfeinert werden. Der Geschmack sei malzig und süßlich, heißt es. Durch seine Bitterstoffe und Röstaromen soll eine anregende Wirkung eintreten.
Das Design für die, mit einem Kunststoffdeckel verschlossene Kartondose, gestaltete die hauseigene Kreativabteilung: Teresa Gratzl, Stefan Öhner und Christina Prinz.

Molkerei Müller jetzt auch vegan

Mit einer Produktrange von pflanzlichen Alternativen geht die Molkerei neue Wege mit vertrauten Klassikern.

Ab März 2021 soll die Submarke Müller Vegan im Kühlregal stehen. Gestartet wird mit vier Sorten eines veganen Drinks auf Haferbasis sowie mit vier Sorten eines veganen Reisdesserts auf Kokosbasis. Beide Produkte erinnern an die Klassiker Milchreis und Milchdrink.
Das Packungsdesign entwarf David & Martin, München. Hier steht der grüne Schriftzug im Mittelpunkt. Eine sortenspezifische Zutat wird bei jeder Variante prominent inszeniert.

Foto: Molkerei Alois Müller

Caron Paris 1904: Duft-Launch

Die Basis war das Design eines Flacons aus den 1930er Jahren.

Fast schon ideal: Am Anfang stand ein Redesign des Logos, das dem Parfumhaus Caron auch einen neuem Farbcode bescherte. Dann war der Weg frei für die Packungsgestaltung des neuen Dufts Aimez-moi comme je suis. Der Pariser Kreative Alnoor und seine Agentur Objets de Convoitises entwickelten das Gestaltungskonzept. Er holte das Logo wieder auf seine Ursprünge zurück: Caron Paris 1904.
Für den Duft stand der Flacon von Pour un Homme aus den 1930er Jahren Pate. So bleibt der Familiencharakter erhalten. Deutlich kraftvoller gestaltete Alnoor den Auftritt des neuen Dufts: ein hochgestelltes Metalletikett, auf dem der Name vertikal zu lesen ist, der Flacon stolz, eckig und männlich…
Die Faltschachtel ist außen in Haselnussbraun gehalten und innen in einem Grünton, der an das tropische Gras Vetiver erinnert. Wird die Umverpackung aufgefaltet, findet der Betrachter auf der Innenseite Informationen über die Kreation des Dufts.

Emilo: Orientierung in schwarz-weiß

Die Münchner Rösterei Emilo nutzt ein Packungskonzept, das ihre Kaffee-Spezialitäten in klare Kategorien einteilt und Raum für Kreativität und Flexibilität bietet.

Aus der Trommelröstung von Emilo kommen Kaffee- und Espressobohnen, die in verschiedenen Produktserien spezifiziert sind: Münchner Serie, Tierserie und Sondereditionen. Das Packungskonzept lässt sich universell auf jede Serie übertragen. Eine schwarze Faltschachtel für Espresso und eine weiße für Kaffee geben den ersten Hinweis bei der Auswahl und werden mit Etiketten individualisiert. Auf den Etiketten erklären Piktogramme die Art der Zubereitungsmöglichkeiten und eine illustrative Bohnenskala gibt Auskunft über die Intensität.
„Alle Sorten der Tierserie erhalten ihren Namen von einem Tier zum Beispiel Tortuga, Flamingo, Colibri, das im Idealfall sowohl die Intensität verkörpert als auch im jeweiligen Anbaugebiet der Kaffeesorte zuhause ist“, erklärt Nadine Huber, Marketing Emilo, die Namensgebung für diese Linie. Auf den Etiketten setzen sich Typografie und Illustration durch eine Farbe von der weißen und schwarzen Grundfarbe ab.

 

         

Fotos: Emilo

 

3 Bears: Zu 100 Prozent Natur

Britische Frühstückstradition bringt Münchner Unternehmen auf den deutschen Esstisch.

Seit 2016 hat sich 3 Bears dem Porridge verschrieben. Für Caroline und Tim Nichols werden in Deutschland verschiedene Porridgesorten und ein Haferdrink entwickelt. Seit 1. Februar 2021 ist zudem eine Serie aus drei Geschmacksrichtungen in Bioqualität auf dem Markt – Bezug zunächst über den Online-Shop des Labels. Der Name „Wild Bowls“ soll die Kraft der Natur, die in diesen Mischungen steckt, zum Ausdruck bringen.
Gestaltet wurden die Packungen inhouse von Urs Bade. Inspiriert seien die Verpackungen von den Zutaten aus der Natur. Das könne am besten grafisch eingefangen werden, daher wirbeln die Inhalte, wie Früchte, Nüssen oder Kakaobohnen, in die Müslischalen, die gleichzeitig ein Sichtfenster darstellen. Auffallend sind die kräftigen Farben. Bewusst strahlend als Eyecatcher im Cerealien-Regal.

M. Asam setzt blumige Akzente

Everybody’s Darling 2021 ist eingehüllt in ein Blütenbouquet.

Mit fruchtigen Noten, cremiger Vanille und würziger Tonkabohne lockt der Jahresduft des Kosmetikunternehmens. Der Flacon mit Verschlusskappe und Zerstäuber aus Metall hat eine ovale Grundform und mutet massiv wie Kristallglas an. Ein Etikett in zartem Rosa als Grundton benennt das Eau de Parfum und zeigt die Jahreszahl der Edition. Im Kontrast zu den leichten Farben des Flacons steht die Faltschachtel in einem kräftigen Violett und mit ausdrucksstarken Blütenillustrationen. Die Verantwortung für die Inhouse-Gestaltung liegt bei Alona Petter.

Fotos: M. Asam

Berentzen: Relaunch der Fruchtigen

Mit metallic-dunkelroter Kappe präsentieren sich die Fruchtliköre von Berentzen jetzt im Regal.

„Berentzen hat die Kategorie Fruchtliköre in Deutschland begründet, darum kennen wir den Markt ganz genau“, sagt Dr. Stephan Susen, Marketingleiter der Unternehmensgruppe. Mit der jetzigen Weiterentwicklung werde den Berentzen-Fruchtigen ein modernerer Auftritt verliehen, gewährleiste „aber gleichzeitig die Wiedererkennung der Marke. Wir bleiben damit unseren Wurzeln treu.“ Mit dem Relaunch hatte das Unternehmen die Agentur Pahnke, Hamburg, beauftragt.
Zum Gestaltungskonzept heißt es: Für einen starken Auftritt stehe die Kombination aus bestehenden und neuen Designelementen. So bleibe das bekannte Logo erhalten, werde aber neu interpretiert. Neu hinzu kam das obere Etikett mit der Darstellung der jeweiligen Inhaltsfrüchte. Die mittigen Etiketten zeigen jeweils den Farbcode der Sorte.

Balea: Magisches Wunderland

Verspielt-blumig präsentiert sich die limitierte Auflage der dm-Eigenmarke Balea.

Zu einer Reise in ein magisches Wunderland wollen Shampoo, Cremedusche und Tuchmaske, Bodylotion, Deo-Bodyspray und Handcreme einladen. Sie versprechen ein märchenhaftes Verwöhnerlebnis und tauchen mit magischem Feen-Duft in eine sinnliche, aufregende Duftwelt ein. Inszeniert wurde die Magic-Wonderland-Serie von Win Design, Aachen, mit zarten Blumen und einer goldenen Elfe.

Dankebox: Sag es hübsch verpackt

Geschenke sollen von Herzen kommen und entsprechend überreicht werden.

Diesem Gedanken hat sich das Start-up Dankebox angenommen und bietet für verschiedene Anlässe in hübsche Schuber verpackte Produkte an. Dabei legt das Unternehmen darauf Wert, dass die Kartonboxen mit Feinkostspezialitäten von Manufakturen gefüllt werden. Das hochwertige Olivenöl für die mediterrane Box kommt beispielsweise aus Griechenland. Auch handgemachte Pralinen oder deutscher Honig sind im Angebot. Eine beigefügte Grußkarte kann für persönliche Zeilen genutzt werden.
Das Designkonzept der Dankebox wurde unter Leitung von Geschäftsführer Alexander Hoyer erarbeitet.

Hofgut Loh: Balsamico – Made in Germany

Deutschland macht in Essig und Italien in Balsamico? Diese Zeiten sind vorbei – wie nicht nur eine jüngere Generation von Weinessigherstellern beweist.

Die Essigkultur hat in Deutschland ein Niveau erreicht, das nicht mehr nur mit sauer umschrieben werden kann. Längst gibt es hier Gourmetessige ausgesuchter deutscher Hersteller, die sich zum Beispiel als Apéritif einsetzen lassen. Das Hofgut Loh hat sich auch auf diesen Weg begeben. Die Juniorgeneration, Paul und Sophie Rimmele, vinifiziert seit 2019 ihre Trauben zu roten und weißen Weinessigen, wie auch zu Balsamico.
Die Gestaltung – puristisch und hochwertig – lag in der Hand der Designerin Johanna Krumbügel, Stuttgart.