Dezember 2025

Zenger: Biogenuss nach asiatischer Tradition

Alkoholfreie, gesunde Mixgetränke sind im Kommen.

Nach dem Motto Tradition trifft Moderne sind unter dem Markennamen Zenger zwei Ginger Blends auf den Markt gekommen: Bium (Klarheit) und Cheum (Erfüllung). Beide beinhalten verschiedene biologisch angebaute Zutaten, wie peruanischen Ingwer, und werden in Deutschland abgefüllt.
Bei der Gestaltung war es dem Team unter Leitung von Sehee Eom, Project Lead von Zenger, wichtig, ein stimmiges Design aus einer Hand zu schaffen. Deshalb wurde viel Zeit und Sorgfalt in die interne Entwicklung investiert. Asiatische Tradition sollte sich mit moderner Wellness verbinden. Die visuelle Identität basiert auf einem koreanischen Farbkonzept, der sogenannten Obangsaek-Philosophie, die sich auf die fünf Farben Blau, Rot, Gelb, Weiß und Schwarz konzentriert. Diese stehen für die vier Himmelsrichtungen sowie das Zentrum und symbolisieren zugleich die fünf Elemente (Ohaeng-sasang). Sie verkörpern Harmonie, Gleichgewicht, Wärme, Stabilität und Gesundheit. Gleichzeitig wird die Natur als dynamische Balance gesehen, in der Farben, Emotionen, Jahreszeiten, Menschen und Richtungen miteinander verbunden sind. In Korea werden viele Designs nach diesem Prinzip gestaltet, heißt es seitens der Marke.
„Bei der Entwicklung von Zenger haben wir uns das Ziel gesetzt, asiatische Tradition in einen modernen Wellness-Kontext zu integrieren. Unser Anspruch war es, Authentizität und Ästhetik zu vereinen. Dies spiegelt sich in unseren ausgewählten japanisch-koreanischen Inhaltsstoffen, unserem Logo, das von traditioneller koreanischer Kalligrafie inspiriert ist, sowie in der Gestaltung unserer Flaschen wider. Ganz besonders wird das in unserem Farbkonzept deutlich. Es orientiert sich an der koreanischen Obangsaek-Philosophie, in der jeder Farbton eine eigene Energie und ein eigenes Element symbolisiert. So ist jede Farbe bewusst ausgewählt, damit jede unserer Flaschen die Idee koreanischer Harmonie in die Welt hinausbringt,“ erklärt Sehee Eom auf Nachfrage von creativ verpacken.
Bei den Etiketten ermögliche das rauhe, papierähnliche, haptische Material, die Qualität nicht nur zu sehen, sondern bei jeder Berührung der Flasche auch unmittelbar zu spüren.

Brausetabletten mit Tethered Cap

Um die Kreislaufwirtschaft zu unterstützen hat Sanner, nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Trockenmittelverschlüsse und Brausetablettenverpackungen, eine Tethered-Cap-Lösung für Brausetabletten entwickelt. So könnten alle Kunststoffbestandteile dem Recycling zugeführt werden und die durch Mikroplastik verursachte Umweltbelastung werde verringert, heißt es seitens des Unternehmens.

 

Pip & Nut mit erfolgreichem Packungsdesign

B&B Studio, London/Großbritannien, betreut seit 2014 die britische Erdnussmus-Marke Pip & Nut. Dank eines erfolgreichen Designkonzepts gilt die Marke heute als die Nummer 1 in Nussbuttersegment in Großbritannien: 1,6 Millionen Haushalte kaufen diese jährlich.

Dog de Lux: Parfum für Hunde

Duft ist ein Versprechen – auch für Vierbeiner.

Gemeinsam mit dem Dufthaus Galimard und dem Verpackungshersteller Coverpla brachte Bruno Mocher, Vertriebsexperte für Haarpflegeprodukte, einen Duft der Luxusklasse für Hunde auf den französischen Markt. Das Nischenprodukt sollte zudem bezahlbar sein. „Bislang gab es nur Sprays in einfachen Flaschen, die nichts Besonderes waren“, erklärt Mocher. „Meine Idee war es, die neun Millionen Hundebesitzer in Frankreich anzusprechen, von denen sieben Prozent bis zu 3 000 Euro pro Monat für sogenannte Freizeitprodukte ausgeben.“ Seine Schwester Dominique unterstützte das Projekt und erarbeitete mit Galimard das Konzept eines leichten, eleganten, alkoholfreien Dufts ohne aufdringlichen Geruch. Beim Gestaltungskonzept des schlichten Flacons von Coverpla – mit einer Pumpe, die durch ein feines, gleichmäßiges Sprühmuster überzeugte, und einer passenden Pumpabdeckung – arbeiteten die Geschwister mit dem Designer Damien Marcos von der Agentur Flying Fish, Saint Didier-au-Monts-d’Or/ Frankreich, zusammen.
„Wir sind genauso vorgegangen wie bei einem Luxusparfum, ohne unnötigen Schnickschnack. Dieses Produkt ist ein Zeichen ultimativer Raffinesse, das vor allem dem Meister Freude bereitet. Es ist ein Geschenk, daher auch die Box“, sagt Bruno Mocher. Und Sébastien Saussereau, Direktor von Coverpla, ergänzt: „Bei dieser Entwicklung haben wir die Codes der High-End-Parfümerie mit einer raffinierten, zeitgemäßen Verpackung umgesetzt, die sowohl schön als auch praktisch ist.“
Die Faltschachtel greift das Motiv des Etiketts auf und unterstreicht den edlen Charakter durch eine Heißprägung.

Fofftein Seel: Likör erzählt Geschichte

Storytelling gehört zu den Instrumenten, die eine Marke in Szene setzen.

Ein Likör aus Weizenfeindestillat, verfeinert mit Auszügen von in Rum eingelegten Rosinen, Zitrusfrüchten, Orangenzesten, Vanille, Mandeln, Zimt und einer Salznote – diese Rezeptur ist der Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried gewidmet, die 15 Menschen getötet haben soll und 1831 dem Haftrichter vorgeführt wurde. Angeblich wollte sie mit einem Likör weitere Menschen umbringen … Diese düstere Geschichte hat die Bremerhavener Manufaktur Copper & Brave – Purveyors of Finest Spirits aufgegriffen. „Unsere Kunden kaufen nicht nur den außergewöhnlichen Geschmack der Spirituosen, sie kaufen auch eine Geschichte, die sie gerne weitergeben. Das schafft eine emotionale Bindung. Fernab von Sensationslust basiert unser neuer Likör Fofftein Seel auf einem historischen Ereignis der Stadt Bremen“, erklärt Birgit Braue, Geschäftsführerin von Copper & Brave. In Szene gesetzt wurde der Likör von der Designagentur Braue Marken-Experten, Bremerhaven, die für den Likör eine Flaschenform wählte, die an die damalige Zeit erinnern soll. Anstelle typischer Etiketten sprechen verschiedene Amtssiegel über das Sicherstellen des vermeintlichen Beweisstücks. Ein besonderes Detail sei die Miniatur des sogenannten Spucksteins, welche an jeder Likörflasche zu finden sei.

Faserbasierte Hohlkörper in Massenfertigung

Gemeinsam mit Partnern hat das auf faserbasierte Verpackungen spezialisierte Unternehmen Papacks eine Maschine entwickelt, die eine designunabhängige Massenfertigung von faserbasierten Flaschen, Containern oder Tubes mit einer Startkapazität von bis zu zehn Millionen Einheiten ermöglichen soll.

Pritt: Verbraucherorientierte Gestaltung

Klebestifte sind eine feine Sache – und auch hier gilt: dem Verbraucher möglichst viel Komfort zu bieten.

Seit 1969 gibt es die Pritt-Klebestifte. Die Verpackung wurde nun europaweit überarbeitet, um „das Konsumentenerlebnis am Point of Sale und zu Hause zu optimieren“, so Markeninhaber Henkel. Die neuen Karton-basierten Blister überzeugten durch ein modernes, frisches Design. QR-Codes sollen Zugang zu neuen digitalen Lern- und Bastelinhalten bieten. Ein Sichtfenster auf der Vorderseite lässt den Blick auf die Produkte zu. Ab Anfang 2026 sollen die Stifte in den neuen Blistern europaweit erhältlich sein.
Die neuen Verpackungen wurden mit der spanischen Designagentur Gimeno Brand Art Center, Barcelona, entwickelt. „Mit dem neuen Packungsdesign machen wir Pritt noch moderner, intuitiver und nachhaltiger. Durch die vereinfachte Navigation, das verbesserte Handling und die weitere Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks wollen wir unseren Kunden ein rundum optimales Erlebnis bieten“, erklärt Baptiste Chieze, Director Marketing, Digital & E-Commerce für Konsumentenklebstoffe bei Henkel Adhesive Technologies, gegenüber creativ verpacken.

 

Bilder, die du knicken kannst

Manchmal will eine Zeichnung einfach nicht gelingen und landet – zerknüllt – im Papierkorb. Ein solches Szenario brachte die Grafikerin und Illustratorin Teelke Limbeck auf die Idee, daraus etwas zu machen. Spontan hatte sie verschiedene Vorstellungen angesichts der Struktur des Papiers: Es könnte Wasser oder Sandstrand, Schnee oder Bettwäsche sein. Limbeck begann zu experimentieren und ihr Knitterwerk mit anderen Techniken zu kombinieren. Es entstanden Kunstwerke, wie eine gemalte Tasse, aus der ein Heißgetränk dampft (passende Knitter) oder ein gezeichnetes Eichhörnchen, das einen durch Knitter erzeugten Stamm hoch klettert.
In der Einführung stellt die Autorin auf den insgesamt 96 Seiten verschiedene Techniken mit unterschiedlichen Papieren vor, zeigt zudem, wie ein passendes Licht- und Schattenspiel inszeniert werden kann. Die umgesetzten Beispiele begeistern und motivieren gleich loszulegen. Im Haupt Verlag ist das Buch erschienen und möchte für 19,90 Euro anderen Kreativen die Knittertechnik nahebringen.

Bundespreis Ecodesign vergeben

In der Kategorie Produkt wurden Recyclingetiketten von Steinbeis Papier ausgezeichnet. „Die nass- und laugenfesten Etikettenpapiere aus 100 Prozent Altpapier sind für Mehrweg- und Einweggebinde in den Bereichen Getränke, Lebensmittel und Non-Food geeignet“ so die offizielle Erklärung des Bundespreis Ecodesign. „Angesichts eines schrumpfenden Marktes für grafische Papiere und knapper werdender Faserressourcen entstand bei der Produktentwicklung eines nass- und laugenfesten Etikettenpapiers die Idee, bisher als nicht recycelbar geltende Papiere stofflich zu verwerten. So erschließen wir neue Rohstoffquellen und Märkte für nachhaltige Recycling-Etiketten und schließen eine wichtige Lücke in der Kreislaufwirtschaft,“ erklärt Steinbeis-Marketingleiterin Veronika Warmers.

Olivenölmarke mit neuem Auftritt

Robilant & Associati, Mailand/ Italien, hat die fast 160 Jahre alte italienische Olivenölmarke Filippo Berio modernisiert und eine neue globale Identität für sie entwickelt.