Fünfter Geburtstag
Die Kölner Agentur Freunde der Sonne wurde 2021 gegründet. Geführt wird sie von Anja Hoffmann, Frederic Bioly und Michael Brose. creativ verpacken gratuliert zum Jubiläum.

Die Kölner Agentur Freunde der Sonne wurde 2021 gegründet. Geführt wird sie von Anja Hoffmann, Frederic Bioly und Michael Brose. creativ verpacken gratuliert zum Jubiläum.

Verbraucherbedürfnisse als Kern des Relaunchs.
Ihren Wurzeln treu zu bleiben, trotzdem klarer, moderner und profilierter aufzutreten – dieser Ansatz führte bei der 130 Jahre alten Marke Nigrin zu einem Relaunch. Dabei ging es auch um eine klarere Struktur des Portfolios. Mit Power, Core und Performance gibt es jetzt überschaubare Ranges für die Pflege und den Werterhalt von Fahrzeugen. Neu hinzu kamen das Werkstattsortiment Professional sowie der Felgenreiniger Alu Monster. Der Relaunch orientierte sich, wie auch die Produktentwicklung, an den Bedürfnissen der Käufer, wie das Unternehmen mitteilt.
Für den Relaunch war Syndicate Design, Hamburg, mit im Boot. Das neue Erscheinungsbild, bei dem der Schornsteinfeger durch den für ihn charakteristischen Zylinder ersetzt wurde, will die Herkunft der Autopflegemarke bewahren und doch deutlich moderner auftreten. Mehr Orientierung im Sortiment waren ebenso wie eine stärkere Differenzierung bei gleichzeitiger Erkennbarkeit der Markenfamilie die Ziele. Florian Wells, Leiter Marketing und Produktentwicklung der Marke, erklärt gegenüber creativ verpacken: „Unser Ziel war es, Nigrin nicht neu zu erfinden, sondern die Marke aus ihrer eigenen Stärke heraus weiterzuentwickeln. Wir wollten die vertrauten Markenelemente bewahren und sie in eine Designsprache übersetzen, die klarer, moderner und näher an den heutigen Anforderungen von Handel und Konsumenten ist. Gerade bei einer Marke mit 130 Jahren Geschichte braucht es ein Design, das Herkunft bewahrt und gleichzeitig sichtbar nach vorne zeigt.“
Bei den Fotos sind in der oberen Reihe jeweils das alte Design und in der unteren Reihe die neue Gestaltung zu sehen.


Bluemarlin, London / Großbritannien, hat bereits eine Reihe von Bieren der maltesischen Brauerei Simonds Farsons Cisk auf dem Weg in den Markt begleitet. Das jüngste Projekt ist das alkoholarme Bier Cisk Session (drei Prozent Alkohol). Neben dem Cisk-Gelb, dem maltesischen achtzackigen Kreuz und den Sonnenstrahlen steht das kraftvolle Blau für die alkoholarme Variante.

Mit der Übernahme der Mindener Lackwerkstatt und der räumlichen Integration in das eigene Unternehmen hat Siemer Verpackung, geführt von Laura und Maren Grondey, einen Schritt in die Zukunft gemacht. Neben dem Offsetdruck bietet der Faltschachtelspezialist nun auch Siebdruck an. „Mit der Integration der Siebdrucktechnologie erweitern wir unser Angebot um hochwertige Veredelungslösungen mit UV-Lacken und wasserbasierten Lacken. Damit können wir für faserbasierte Verpackungen sowohl besondere optische Effekte als auch nachhaltige Beschichtungsvarianten aus einer Hand anbieten“, so Maren Grondey.

Spätestens, wenn sich Wettbewerber immer stärker dem Auftritt erfolgreicher Marken annähern, ist ein Relaunch angesagt.
1954 wurde Jus-Rol gegründet und entwickelte sich in Großbritannien zum Pionier für fertigen Blätterteig. Die Marke war für ihr Produkt bekannt, doch das Wachstum stagnierte. Als Grund dafür wurde ein zunehmender Wettbewerb durch Handelsmarken benannt, die sich an den Markenelementen von Jus-Rol orientierten.
Gemeinsam mit der britischen Agentur Brandon, London, wurde dem entgegengewirkt. Nun fordert ein Grafikelement die Verbraucher auf jeder Packung dazu auf, nach Herzenslust zu backen (Bake Bold). Zudem entwickelten die Kreativen einen neuen Code in kräftigen Farben. Ein Hauch Gold wertet jede Packung auf zusätzlich auf. Ebenso wurde das Logo behutsam überarbeitet. 
Das Zusammenführen der bestehenden Produktreihen schuf die Möglichkeit, zukünftig Produkte, Innovationen und andere Formate ergänzen zu können. Anstelle mehrerer Rezepte wurde für jedes Produkt ein Rezeptvorschlag ausgewählt und ein neuer Food-Style für die Produktfotos auf den Packungen geschaffen. Kräftige Sonnenstrahlen im Hintergrund der Gestaltung unterstreichen die Freude am Backen. “Eine frische Typografie, handgezeichnete Illustrationen und neue, unverwechselbare Markenelemente wie die BAKE BOLD-Rosette und der Ready to Create-Swoosh runden das neue Designsystem ab,“ beschreibt das Kreativteam den Designansatz.
Tim Clifford, Geschäftsführer der Marke in Großbritannien und Irland, zeigt sich zufrieden mit dem Rebranding: “Indem wir das, was Jus-Rol bereits einzigartig und ikonisch machte, aufgegriffen haben, haben wir die Marke gegenüber der Eigenmarkenkonkurrenz gestärkt, die Sichtbarkeit im Regal und die Produktorientierung deutlich verbessert und Wärme sowie frische Inspiration in die Kühlregale gebracht.“

54 Farbtöne bietet die Papierfamilie Gmund Colors, jetzt um zehn Farben erweitert. Die Büttenpapierfabrik Gmund will so Markenbilder mit Farbe stark und unverwechselbar inszenieren. Die durchgefärbten Naturpapiere böten eine sichtbare Struktur und eine natürliche Tiefe. Auch ein neues Designkonzept positioniert die Farben zeitgemäß: Die klare, moderne Typografie, sei von traditionellen Drucktechniken und dem Rhythmus der Papierherstellung inspiriert. Details wie das O als Papierrolle und das R mit flacher Kante bringe Materialität und Präzision hinter jedem Bogen zum Ausdruck.


Noch bis zum 7. Juli 2026 kann der IF Design Trendreport 2026 kostenfrei heruntergeladen werden. Zielgruppen sind: Designer, Architekten, Kreative, Innovations- und Produktentwicklungsteams sowie Entscheider aus Wirtschaft und Gesellschaft. Der diesjährige Report analysiere vier zentrale Trend- und Gegentrendpaare, die Design vor dem Hintergrund technologischer, gesellschaftlicher und ökologischer Entwicklungen prägen, heißt es seitens IF Design.

Joaquín García Sanchis, seit März 2026 Head of Global Design der Electrolux Gruppe, haben seine Jahre in der Automobilindustrie geprägt. Hier hat er gelernt, dass bei Produkten aus dem ersten Eindruck eine langjährige Beziehung werden sollte. Für ihn ist gutes Design unkompliziert: Auch bei einem komplexen Produkt kann das Design zeitlos, nachhaltig und langlebig sein, meint der Kreative – und schreibt das nicht nur Electrolux ins Stammbuch …

Eine bewährte Marke mit neuen Produkten aufzuladen, sorgt für Impulse im Handelsregal.
Kaba, eine Marke der Krüger-Gruppe, soll eine ungestützte Markenbekanntheit von 88 Prozent haben und eine Verbraucherwahrnehmung, die von Vertrauen, Sympathie und Bodenständigkeit geprägt ist. Seit 1929 steht das Kakaogetränk auf Küchen- und Esstischen. Nach Tafelschokoladen und Riegeln übertrage Kaba seine unverwechselbare Markenwelt erstmals auf die Kategorie der Brotaufstriche, wie Stefan Ende, Senior Marketing Manager bei Krüger, erklärt. Für die Gestaltung war die Bielefelder Kreativagentur Adworx mit im Boot. „Ziel des Designs war es, die hohe Wiedererkennbarkeit der Traditionsmarke zu bewahren und gleichzeitig die neue Produktkategorie klar erkennbar und appetitlich zu inszenieren. Die charakteristischen Markenelemente, das prägnante Kaba-Gelb, das bekannte Logo, die Palme sowie der kultige Kaba-Bär, schaffen eine sofortige Markenidentifikation und knüpfen an die langjährige Brand-Historie an. Gleichzeitig sorgen die hochwertige Produktabbildung und die Produktbezeichnung für einen klaren Fokus auf den cremigen Choco-Haselnuss-Genuss und erleichtern die Orientierung am Regal. Das Ergebnis ist ein modernes, sympathisches Packungsdesign, das die Markenwerte von Kaba authentisch in ein neues Genusssegment überträgt“, so Ende gegenüber creativ verpacken. Der Claim Zuhause ist da, wo Kaba ist unterstreiche die emotionale Positionierung der Marke, denn: „Kaba ist für viele Menschen ein Stück Kindheit und vertrauter Genuss. Mit der neuen Kaba Haselnuss Choco Creme bringen wir dieses Gefühl jetzt auch aufs Brot. Das Design verbindet unsere ikonischen Markenelemente mit einer besonders appetitlichen Produktinszenierung und macht die neue Creme auf den ersten Blick zu einem echten Kaba-Erlebnis.“
Die Etiketten wurden im Offsetdruck von Ferdinand Walcher & C.F. Rees gedruckt.

Für zwei Märkte hat Sihl ein neues Etikettenprogramm zugeschnitten: Zum einen zum Schutz persönlicher Daten. Hier verhindern die Etiketten unbefugtes Auslesen und Manipulieren von Daten via RFID und NFC. Zum anderen können die Etiketten und Tags mit einer metalldetektierbaren Innenschicht unter anderem in der Lebensmittelproduktion eingesetzt werden und erkennen während des Herstellungsprozesses Verunreinigungen, wie Metallsplitter und Fremdkörper. Das Material kann universell bedruckt werden und umfasst unterschiedliche Qualitäten in den Flächengewichten von 155 bis 240 g/m2.
