Juli 2020

Air Wick Freshmatic neu verpackt

Raumduft und sich Wohlfühlen wird oft gleichgesetzt. Ein Grund für RB zu einem umfangreichen Relaunch.

Ausführliche Verbrauchertests gingen dem Redesign von Air Wick Freshmatic von Reckitt Benckiser (RB) voraus. DCA, Warwick/ Großbritannien, wurde mit dem Formdesign beauftragt. Die Verbraucher hatten sich eine Reduzierung von Kunststoff gewünscht, was durch die neue Form um 17,2 Prozent gelang. Der Sprühkopf wurde in eine stilisierte Blüte integriert. Es konnten zudem, die Anzahl der Batterien von zwei auf eine reduziert werden.
Für die grafische Umsetzung auf der Faltschachtel war die weltweit vertretene Designagentur Marks, London, zuständig. Ihre Aufgabe war es, über die Verpackung das Thema kontinuierliche Frische zu kommunizieren und sie soll im Regal ins Auge zu fallen. Durch das große Fenster der Faltschachtel, kann sich der Verbraucher jetzt bereits im Laden mit der neuen Form vertraut machen.
So zeigt sich der Design Director von RB, Jos Harrison, zufrieden: „Unser Redesign ist das Ergebnis eines Prozesses, bei dem wir dem Kunden zugehört haben und dann das entwarfen, was die Kunden wollen. Zudem ist es ein gutes Beispiel dafür, dass unsere Agenturen gut zusammenarbeiten, um eine wirklich ansprechende neue Variante für Air Wick Freshmatic zu liefern.“

Wüsthof: Neues Logo und Verpackungskonzept

Um bessere Transparenz am PoS und für die eigene Lagerhaltung ging es dem Messehersteller Wüsthof beim jüngsten Relaunch seiner Verpackungen.

Mit einem neuen Markenkonzept stellt Wüsthof seine Messer und Verpackungen neu auf. Dafür installierte das Unternehmen ein eigens zusammengestelltes Brand Competence Team. Das Grundkonzept entstand in Zusammenarbeit mit der Agentur Gigodesign, Lubiljana/ Slovenien, unter Beteiligung der Agentur Mutter, Hamburg. Die weitere Entwicklung und Ausarbeitung erfolgte in diversen Prozessen mit Grafikern und dem Wüsthof Marketing.
„Wir möchten Käufern bereits mit der Verpackung zeigen, wie viel Wert in einem Wüsthof Messer steckt. Vor allem aber möchten wir den Fach- und Einzelhändlern den Verkauf erleichtern, indem sie unsere Messer mit dem neuen Packungsdesign sehr klar und sehr hochwertig präsentieren“, so Viola Wüsthof, Geschäftsführerin des Messerproduzenten.

Brandcouture wird 20

Am 1. Juli 2020 feiert Brandcouture, Hamburg, 20-jähriges Agenturbestehen.

Die Praxis des Gestaltens

Faszination Praxis! Die Grafikdesignerin Roberta Bergmann teilt ihr Wissen über Gestaltung mit allen Interessierten. Für den Schweizer Haupt Verlag stellte sie auf 160 Seiten in zehn Kapiteln 40 praktische Anwendungsaufgaben zusammen. Gemeinsam legt das die Basis zu den Elementen des Gestaltens. So kann jeder seine kreativen Fähigkeiten und Talente entdecken. Farbige Umrandungen halten die Kapitel zusammen. Kurze Texte und eine reiche Bebilderung zeigen, worauf es jeweils ankommt und lassen Raum, eigene Ideen zu erproben. Für 29,90 Euro können die eigenen kreativen Seiten weiter ausgebaut werden.

Dr Will‘s setzt auf Natürlichkeit

Eine neue Packungsgestaltung soll die gesündere Variante der Würzsaucen unterstreichen.

Mit natürlichen Zutaten zu würzen, dem hat sich die Marke Dr Will‘s verschrieben. Ein neues Packungsdesign von B & B Studio, London, bringt den Geschmack der Zutaten mit farbigen Etiketten in den Vordergrund. Als überraschendes Markenkennzeichen erscheint ein Ausrufezeichen, das auf der Flasche in komplementären Farbtönen ausgeführt wird. Je nach Sorte ändert sich der Punkt, um den Geschmack zu kennzeichnen. Von einer Tomate oder Rote Beete auf Ketchups bis zu einem Ei oder einer Avocado auf Mayonnaise liefert der Punkt auf frische und originelle Weise zusätzliche Geschmacksmerkmale.

Pringles als Vorreiter

Whiskey beispielsweise kann eine kaschierte Hülse einen besonderen Auftritt am PoS ermöglichen. Selbst wenn die Flasche geleert sei, wohne die Hülse weiterhin in der Küche, so Designer Michael Heintschel.

In einem Interview mit Brandt Hülsen erklärt Michael Heintschel, Heintschel Marken, Freising, den Trend zu Hülsenverpackungen: „Kaschierte Hülsen aus Pappe sind seit zwei, drei Jahren stark im Kommen und machen Kunststoffhülsen verstärkt Konkurrenz“. Der Designer erklärt den Trend damit, dass Hersteller stets nach einer Unverwechselbarkeit ihrer Produkte strebten. Schließlich suchten sie in der jüngeren Vergangenheit nach Alternativen zu einer Box. Kaschierte Hülsen bieten dafür wirksame und gleichzeitig einfach umzusetzende Lösungen. Insbesondere das unbehandelte Material, der Naturlook, werde derzeit gerne verwendet, um Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit zu signalisieren. Diesen Trend kann Ilona Brandt, Juniorchefin des Hülsenherstellers, aus eigener Erfahrung bestätigen: „Wir stellen fest, dass immer mehr Kunden eine edle und außergewöhnliche Verpackung für ihr Produkt suchen und die Rückmeldung belegt, dass durch unsere kaschierten Hülsen ihr Marktwert wächst und der Bekanntheitsgrad steigt.“
Als frühen Vorreiter der Marken bildenden Kartonhülse nennt Heintschel die Marke Pringles. Dabei habe der Wechsel der Verpackungsform zu einem bewussteren Knabberritual geführt.

Lizi‘s Müsli mit lebendigem Auftritt

Lizi‘s präsentiert die neue Range von Super-Müslis in einer auffälligen Gestaltung.

Die Kreativen der Agentur Carter Wong, London, setzen die Zutaten als Highlight auf die Verpackungen. Das satte, warme Rot, das die Haferflocken, Nüsse und Früchte sprühen lässt, ist eine eher ungewöhnliche Farbe für diese Produktkategorie und schafft in einer Signalwirkung Aufmerksamkeit im Regal. Ein auffälliges Banner informiert über die Sorte und ausgewählte Zutaten. Der Markenschriftzug basiert auf der Handschrift des Gründers.

Neue Dachmarke für Saueressig

Matthews International Corporation führt eine interne Reorganisation durch und fasst unter der Dachmarke Saueressig Group die einzelnen Geschäftsfelder des Unternehmens in fünf Submarken zusammen: Packaging, Surfaces, Rollers, Engineering und Elastomers.

R-Cycle: Kunststoffe nachverfolgen und recyceln

Das Projekt zum effizienteren Recycling von Verpackungen haben Arburg, Kautex Maschinenbau, Reifenhäuser, Brückner Maschinenbau, das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen und GS1 Germany gestartet. R-Cycle ermöglicht es, recyclingrelevante Verpackungsdaten zu speichern, über die Lieferkette anzureichern und diese dann im Recyclingprozess abzurufen. Die Speicherung erfolgt während der Herstellung, Weiterverarbeitung und Befüllung beispielsweise von Joghurtbechern. Eine intelligente Verknüpfung der Informationen mit der Verpackung auf Basis von GS1 Standards, soll es ermöglichen, die abgespeicherten recyclingrelevanten Daten nutzbar zu machen. Anschließend kann sortenrein sortiert werden.