Archiv: creativ verpacken aktuell

Zenger: Biogenuss nach asiatischer Tradition

Alkoholfreie, gesunde Mixgetränke sind im Kommen.

Nach dem Motto Tradition trifft Moderne sind unter dem Markennamen Zenger zwei Ginger Blends auf den Markt gekommen: Bium (Klarheit) und Cheum (Erfüllung). Beide beinhalten verschiedene biologisch angebaute Zutaten, wie peruanischen Ingwer, und werden in Deutschland abgefüllt.
Bei der Gestaltung war es dem Team unter Leitung von Sehee Eom, Project Lead von Zenger, wichtig, ein stimmiges Design aus einer Hand zu schaffen. Deshalb wurde viel Zeit und Sorgfalt in die interne Entwicklung investiert. Asiatische Tradition sollte sich mit moderner Wellness verbinden. Die visuelle Identität basiert auf einem koreanischen Farbkonzept, der sogenannten Obangsaek-Philosophie, die sich auf die fünf Farben Blau, Rot, Gelb, Weiß und Schwarz konzentriert. Diese stehen für die vier Himmelsrichtungen sowie das Zentrum und symbolisieren zugleich die fünf Elemente (Ohaeng-sasang). Sie verkörpern Harmonie, Gleichgewicht, Wärme, Stabilität und Gesundheit. Gleichzeitig wird die Natur als dynamische Balance gesehen, in der Farben, Emotionen, Jahreszeiten, Menschen und Richtungen miteinander verbunden sind. In Korea werden viele Designs nach diesem Prinzip gestaltet, heißt es seitens der Marke.
„Bei der Entwicklung von Zenger haben wir uns das Ziel gesetzt, asiatische Tradition in einen modernen Wellness-Kontext zu integrieren. Unser Anspruch war es, Authentizität und Ästhetik zu vereinen. Dies spiegelt sich in unseren ausgewählten japanisch-koreanischen Inhaltsstoffen, unserem Logo, das von traditioneller koreanischer Kalligrafie inspiriert ist, sowie in der Gestaltung unserer Flaschen wider. Ganz besonders wird das in unserem Farbkonzept deutlich. Es orientiert sich an der koreanischen Obangsaek-Philosophie, in der jeder Farbton eine eigene Energie und ein eigenes Element symbolisiert. So ist jede Farbe bewusst ausgewählt, damit jede unserer Flaschen die Idee koreanischer Harmonie in die Welt hinausbringt,“ erklärt Sehee Eom auf Nachfrage von creativ verpacken.
Bei den Etiketten ermögliche das rauhe, papierähnliche, haptische Material, die Qualität nicht nur zu sehen, sondern bei jeder Berührung der Flasche auch unmittelbar zu spüren.

Dog de Lux: Parfum für Hunde

Duft ist ein Versprechen – auch für Vierbeiner.

Gemeinsam mit dem Dufthaus Galimard und dem Verpackungshersteller Coverpla brachte Bruno Mocher, Vertriebsexperte für Haarpflegeprodukte, einen Duft der Luxusklasse für Hunde auf den französischen Markt. Das Nischenprodukt sollte zudem bezahlbar sein. „Bislang gab es nur Sprays in einfachen Flaschen, die nichts Besonderes waren“, erklärt Mocher. „Meine Idee war es, die neun Millionen Hundebesitzer in Frankreich anzusprechen, von denen sieben Prozent bis zu 3 000 Euro pro Monat für sogenannte Freizeitprodukte ausgeben.“ Seine Schwester Dominique unterstützte das Projekt und erarbeitete mit Galimard das Konzept eines leichten, eleganten, alkoholfreien Dufts ohne aufdringlichen Geruch. Beim Gestaltungskonzept des schlichten Flacons von Coverpla – mit einer Pumpe, die durch ein feines, gleichmäßiges Sprühmuster überzeugte, und einer passenden Pumpabdeckung – arbeiteten die Geschwister mit dem Designer Damien Marcos von der Agentur Flying Fish, Saint Didier-au-Monts-d’Or/ Frankreich, zusammen.
„Wir sind genauso vorgegangen wie bei einem Luxusparfum, ohne unnötigen Schnickschnack. Dieses Produkt ist ein Zeichen ultimativer Raffinesse, das vor allem dem Meister Freude bereitet. Es ist ein Geschenk, daher auch die Box“, sagt Bruno Mocher. Und Sébastien Saussereau, Direktor von Coverpla, ergänzt: „Bei dieser Entwicklung haben wir die Codes der High-End-Parfümerie mit einer raffinierten, zeitgemäßen Verpackung umgesetzt, die sowohl schön als auch praktisch ist.“
Die Faltschachtel greift das Motiv des Etiketts auf und unterstreicht den edlen Charakter durch eine Heißprägung.

Fofftein Seel: Likör erzählt Geschichte

Storytelling gehört zu den Instrumenten, die eine Marke in Szene setzen.

Ein Likör aus Weizenfeindestillat, verfeinert mit Auszügen von in Rum eingelegten Rosinen, Zitrusfrüchten, Orangenzesten, Vanille, Mandeln, Zimt und einer Salznote – diese Rezeptur ist der Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried gewidmet, die 15 Menschen getötet haben soll und 1831 dem Haftrichter vorgeführt wurde. Angeblich wollte sie mit einem Likör weitere Menschen umbringen … Diese düstere Geschichte hat die Bremerhavener Manufaktur Copper & Brave – Purveyors of Finest Spirits aufgegriffen. „Unsere Kunden kaufen nicht nur den außergewöhnlichen Geschmack der Spirituosen, sie kaufen auch eine Geschichte, die sie gerne weitergeben. Das schafft eine emotionale Bindung. Fernab von Sensationslust basiert unser neuer Likör Fofftein Seel auf einem historischen Ereignis der Stadt Bremen“, erklärt Birgit Braue, Geschäftsführerin von Copper & Brave. In Szene gesetzt wurde der Likör von der Designagentur Braue Marken-Experten, Bremerhaven, die für den Likör eine Flaschenform wählte, die an die damalige Zeit erinnern soll. Anstelle typischer Etiketten sprechen verschiedene Amtssiegel über das Sicherstellen des vermeintlichen Beweisstücks. Ein besonderes Detail sei die Miniatur des sogenannten Spucksteins, welche an jeder Likörflasche zu finden sei.

Pritt: Verbraucherorientierte Gestaltung

Klebestifte sind eine feine Sache – und auch hier gilt: dem Verbraucher möglichst viel Komfort zu bieten.

Seit 1969 gibt es die Pritt-Klebestifte. Die Verpackung wurde nun europaweit überarbeitet, um „das Konsumentenerlebnis am Point of Sale und zu Hause zu optimieren“, so Markeninhaber Henkel. Die neuen Karton-basierten Blister überzeugten durch ein modernes, frisches Design. QR-Codes sollen Zugang zu neuen digitalen Lern- und Bastelinhalten bieten. Ein Sichtfenster auf der Vorderseite lässt den Blick auf die Produkte zu. Ab Anfang 2026 sollen die Stifte in den neuen Blistern europaweit erhältlich sein.
Die neuen Verpackungen wurden mit der spanischen Designagentur Gimeno Brand Art Center, Barcelona, entwickelt. „Mit dem neuen Packungsdesign machen wir Pritt noch moderner, intuitiver und nachhaltiger. Durch die vereinfachte Navigation, das verbesserte Handling und die weitere Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks wollen wir unseren Kunden ein rundum optimales Erlebnis bieten“, erklärt Baptiste Chieze, Director Marketing, Digital & E-Commerce für Konsumentenklebstoffe bei Henkel Adhesive Technologies, gegenüber creativ verpacken.

 

Leonhard Kurz: Blickfang Etikett

Etiketten geben Flaschen ein individuelles Gesicht

Veredelungen gehören für Leonhard Kurz zum Alltag. Der Spezialist weiß, wie Etiketten und Verpackungen zum Strahlen gebracht werden können. So bietet die klassische Heißprägung brillante, haptische Effekte in einer enormen Vielfalt. Mit hohen Auflagen und Geschwindigkeit spielt der Kalttransfer seine Stärken aus. Mit exzellenter Präzision, hoher Produktionsleistung und der Möglichkeit zum Überdruck ist er die flexible Lösung für Marken mit einem breiten Sortiment. Von der digitalen Veredelung profitieren Kleinauflagen, Sondereditionen oder personalisierte Designs. Diese ermöglicht metallische Highlights und haptische Effekte ab Stückzahl eins – schnell, flexibel und ohne Werkzeugkosten.
Ob luxuriös, klassisch oder ausgefallen: Für jede Designidee und Produktionsanforderung bietet Leonhard Kurz die passende Transferveredelung und Veredelungstechnologie.

 

Havana Club: Karibisches Statement

Limitierte Auflagen leben vom Hauch des Besonderen.

Bunte Lebensfreude zeichnet die Limited Edition von Dark Rum Havana Club Añejo 7 Años aus, eine Marke von Pernod Ricard. Gemeinsam mit der Londoner Modedesignerin Martine Rose entstand ein Etikettendesign, das das kubanische Erbe von Havana Club mit den britisch-jamaikanischen Wurzeln von Rose verbindet. „Inspiriert von ihrer Herbst- / Winter-Kollektion 2025, kombiniert die Flasche goldene Akzente, holografische Folien, strukturierte Oberflächen und lebendige Aquarellfliesen, die an die Mosaikarchitektur Havannas erinnern. Roses handschriftliche Designnotizen und ihre Signatur verleihen dem Produkt eine persönliche Note“, heißt es seitens Pernod Ricard.
Freude und das gemeinsame Feiern sollten als verbindendes karibischen Erbe thematisiert und mit der frechen Londoner Attitüde der Modemarke kombiniert werden.

Spraga Kombucha: Neu im Markt

Fermentation ist eine alte Technik, Lebensmittel länger haltbar zu machen.

Neu auf dem deutschen Markt ist der in Tschechien hergestellte Spraga Kombucha, der aus Bio-Tee, Bio-Rohrzucker und einer lebenden Scoby-Kultur, auch Kombuchapilz genannt, gefertigt wird. 2023 gegründet, werden die Geschmacksrichtungen Original, Apfel & Birne, Granatapfel und Ingwer & Zitrone in der Getränkedose angeboten.
Die Gestaltung lag, nachdem das ursprüngliche Designkonzept intern entstanden war, bei Dozen Agency, Kiew / Ukraine. Die Agentur begleitet die Marke seit 2023. Bei der Gestaltung wurde auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Natürlichkeit, Frische und Urbanität wert gelegt.
Die Weiterentwicklung des Logos war für die Kreativen der Kern der Arbeit: „Das Spraga-Logo wirkt offen, selbstbewusst und transportiert durch seine organische, leicht unregelmäßige Form die Lebendigkeit des Produkts. Die typografische Gestaltung spielt bewusst mit einem natürlichen Fluss – inspiriert von Bewegung, Fermentation und dem lebendigen Charakter des Getränks. Das Logo steht sinnbildlich für den Markenanspruch Echt anders: authentisch, natürlich und unkonventionell zugleich“, heißt es auf Nachfrage von creativ verpacken. Die grafische Sprache sei reduziert, aber selbstbewusst – mit kräftigen Farbflächen, klarer Typografie und subtilen Elementen, die an die Fermentation, die natürlichen Zutaten und die Lebendigkeit des Produkts erinnern. Jede Sorte habe ihre eigene, charakteristische Farbe, die nicht nur geschmacklich inspiriert sei, sondern auch im Kühlregal oder Kühlschrank sofort ins Auge falle.
2026 will Spraga Kombucha eine weitere Produktionsstätte in Portugal eröffnen.

Wasa: Handwerklich verwurzelt

Der Verbraucher versteht die Vorzüge einer Marke nicht immer …

1919 gegründet ist Wasa seit langem deutscher Marktführer bei Knäckebrot (Absatz und Umsatz, so Nielsen Market Track KW39 2025). Mit einem neuen Packungsdesign, einer neuen Sorte und der Kampagne Go Hard will die Marke nun ihre Vorzüge in den Vordergrund stellen. Dabei verantwortete Forsman & Bodenfors, Stockholm / Schweden, die visuelle Neugestaltung der Marke mit dem Fokus auf Klarheit, Wiedererkennbarkeit und Markenheritage. Brand Union, Stockholm / Schweden, entwickelte und realisierte die Kampagne, mit der sich Wasa selbstbewusst und nahbar zugleich inszeniert. So ist aus Sicht der Marke ein konsistenter Markenauftritt entstanden, der Tradition und Zeitgeist wirkungsvoll verbindet.
„Mit dem neuen Design bringen wir die Identität von Wasa visuell auf den Punkt“, erklärt Christian Freund, Marketing Wasa Deutschland, auf Nachfrage von creativ verpacken. „Die Gestaltung vereint unsere Herkunft und unser Markenversprechen: Natürlichkeit, Qualität und der Bezug zu unserer Tradition. Das überarbeitete Logo mit dem markanten W und der ikonischen Roggenkrone spiegelt diese Werte wider – eingebettet in eine klare, moderne Designsprache, die Orientierung schafft und Vertrauen stärkt.“ Die Rückseite der Verpackung erzähle die Wasa-Geschichte neu – transparent, informativ und mit dem Fokus auf Herkunft, Nachhaltigkeit und Nährwerte.
Die überarbeitete Designsprache soll die Brücke zwischen Tradition und Moderne schlagen: mit einem überarbeiteten Logo, einer natürlichen Farbpalette und einer klareren Packungsarchitektur.

Melitta: Geschenkboxen für Kaffee

Ein besonderes Konzept mit Kaffees zum Probieren.

Lange vor der eigentlichen Advents- und Weihnachtszeit steht in den Geschäften das weihnachtliche Geschenkangebot bereit. Melitta hat zwei Geschenkboxen in den Markt gebracht mit jeweils vier Sorten von kleinen Kaffeefarmen. Dazu ließ der Kaffeespezialist zwei Gestaltungen von der Hamburger Agentur Hajok Design entwickeln: eine für Weihnachten und eine für das ganze Jahr.
Für creativ verpacken erklärt Ana Dießenbacher, Marketing Managerin Specialty Coffee, im Geschäftsbereich Kaffee bei Melitta Europa, die Idee dahinter: „Die zwei verschiedenen Designs greifen die beiden Geschenkanlässe auf. Zum einen der ganzjährige Anlass zum Schenken zwischendurch, um Danke zu sagen oder zum Geburtstag oder Jubiläum. Und zum anderen das weihnachtliche Motiv, das saisonal verfügbar ist, in den klassischen Weihnachtsfarben grün und rot. Mit den Streifen haben beide Designs  eine Gemeinsamkeit, um die Wiedererkennbarkeit zu gewährleisten.“
Gefertigt wurden die Boxen von Teamdruck.

Wilden Herbals: Kräutertee aus der Espressomaschine

Qualität ist ein weites Feld, das immer wieder Neuerungen zulässt.

Das italienische Unternehmen Wilden Herbals hat einen neuen Ansatz entwickelt, Kräutertees zu genießen und zuzubereiten. Im Jahr 2018 von Nicola Robecchi, Gastronom und Produktentwickler, und Delfino Sisto Legnani, Fotograf und Designer, in Italien gegründet, expandiert das Unternehmen mittlerweile in andere Länder. Seit Juni 2025 werden die Tees in Deutschland in ausgesuchten Läden und online in den Formaten Detox, Digestif oder Morgentee angeboten.
Das Grund-Packungsdesign stammt vom DSL Studio, Mailand/ Italien, der Agentur von Legnani. Die weitere Umsetzung und Anpassung liegt in den Händen von Stefano Piccardo, dem Kommunikations- und Marketingleiter von Wilden Herbals, und der Inhouse-Designerin Héloïse Mariani, die sich intern mit der Verpackung vom Grafikdesign bis zur Produktion der Dosen, Faltschachteln und Standbodenbeutel beschäftigt. „Die Auseinandersetzung mit dem Image von Wilden Herbals war sehr motivierend, vor allem weil es der Verbreitung eines gesunden und hochwertigen Produkts dient“, erklärt Piccardo gegenüber creativ verpacken.
Robecchi beschreibt das Besondere der Tees: „Unser Ziel ist es, den Tee-Aufguss in einem modernen Stil neu zu interpretieren. Wir versuchen, die wohltuende Wirkung der Kräuter mittels innovativen und naturbewussten Lösungenzu erhöhen, die den Bedürfnissen der heutigen Verbraucher entsprechen. Ein Beispiel dafür ist die Herbpress, unser patentiertes System für den perfekten Aufguss, das seit Oktober 2025 auch in Deutschland verfügbar ist. Damit kann unser Tee in einer Espressomaschine zubereitet werden.“