Standards für Unverpackt-Läden

In einem Projekt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), das die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert, sollen branchenweite Standards für Prozesse in Unverpackt-Läden entwickelt werden. „Wir brauchen effiziente und praxistaugliche Lösungen für Transportverpackungen, den Einsatz von nachhaltigen Verpackungsmaterialien und Mehrwegsysteme“, beschreibt Projektleiter Prof. Dr. Jens Pape den Forschungsansatz. Herausforderungen sieht Pape insbesondere beim Hygiene- und Schädlingsmanagement.

St. Leonhards Quellen: Lebendiger Relaunch

Wie vielseitig Etiketten genutzt werden können, das zeigt ein Beispiel aus dem Bereich der Bio-Wässer.

Wie aus einem Guss reihen sich die verschiedenen Wässer der St. Leonhards Quellen im neuen Etikettendesign auf. Als lebendige Wässer, so der Claim, sind sie unterschiedlicher, natürlicher Herkunft. „Panta Rhei – alles ist im Fluss, im Prozess, in der Entwicklung. In diesem Sinne möchte sich St. Leonhards immer wieder für Neues öffnen”, erklärt Geschäftsführer Martin Abfalter den Hintergrund des Relaunchs. Bisher waren die Vorder-Etiketten rückseitig bereits mit positiven Botschaften versehen.
Carolin Dembski hat die Etiketten inhouse gestaltet. Die Grafikerin erläutert Hintergründe des Relaunchs: „Die Werte der St. Leonhards Quellen: Einfach. Herzlich. Lebendig. Vor allem wollte ich diese drei Aspekte mit in die Gestaltung einbeziehen. Einfach – Klarheit schaffen durch Reduktion. Herzlich – das alte bewahren. Und textlich auf den Rückenetiketten die Besonderheiten der Quellen hervorheben. Lebendig – Lebendigkeit der verschiedenen Farben sollten wieder mehr ins Auge fallen. Verschluss und Halbbogen strahlen in ihren kräftigen Farben. Zudem war von Anfang an der Gestaltung klar, dass ein klares, harmonisches Gesamtbild entstehen sollte.“

Mehrwegdeckel für Take-away-Bereich

Das Start-Up Cadios hat einen Mehrwegdeckel für To-go-Becher und Tassen entwickelt. Der Deckel mit Soft-Touch-Oberfläche soll durch seine konische Form haushaltsübliche Tassen abdecken, ist in vielen Farben erhältlich und individualisierbar. Das Material liefert der Hersteller von thermoplastischen Elastomeren Kraiburg TPE. Das halogenfreie Thermoplast® K Produkt soll sich für Anwendungen des täglichen Gebrauchs eignen und ist strapazierfähig.

Produktion von Luxusverpackungen ausgebaut

Der Verpackungshersteller Swedbrand Group hat eine neue Weiterverarbeitungsanlage in Danzig/Polen, für personalisierte Premium-Geschenkboxen und -Kartonagen von Luxusgütern in Betrieb genommen. Die Anlage wird durch ein weltweites Produktionsnetzwerk unterstützt und soll so europaweit zeitnaher und kostengünstiger Aufträge erfüllen können.

Drogerie Müller: Bioland-Partner

Die Produkte der Müller Eigenmarke Bio Primo sollen künftig das Bioland-Verbandslogo tragen. Wo immer möglich soll das Eigenmarken-Sortiment der Handelskette sukzessive auf den Bioland-Standard angehoben werden, heißt es aus dem Unternehmen.

Charlotte Bonorden: Wohlfühldüfte

Japanische Meditations- und Entspannungskonzepte gewinnen hierzulande immer mehr an Bedeutung.

Das noch junge Berliner Label Charlotte Bonorden möchte mit Düften das persönliche Wohlbefinden steigern. Die Namensgeberin hatte die wohlfühlende Wirkung des Waldes für sich entdeckt. So entstand der Duft Shinrin Yoku, der für das Konzept des heilsamen Waldbadens steht. „Dieses Erlebnis haben wir auf der Verpackung durch Blätter, Zweige und Tropfen in einem zarten Grünton dargestellt“, erklärt Charlotte Bonorden. In ihrem Online-Shop gleichen Namens ist bereits der zweite Duft angekündigt: Ikigai, Geheimnis eines langen und glücklichen Lebens – verpackt in einem warmen Gelbton. Und auch ein dritter Duft ist in der Pipeline.
Gemeinsam mit der Designerin Katerina Karagianni, Athen/Griechenland, entstand das Packungsdesign. Remo Masala von Vision Alphabet, Berlin/München, entwickelte die Idee für das Logo.
Damit die Düfte auch unterwegs wirken können, lässt Bonorden spezielle Armbänder fertigen, in die dieser integriert werden kann.

Boxlab: App für Etikettenoptimierung

BASF fördert und testet in ihrem Chemovator Ideen, die außerhalb ihres Kerngeschäftes liegen. Mit Boxlab konnte die erste Neugründung eines Start-Ups aus dieser Testphase innerhalb der BASF umgesetzt werden. Die Geschäftsidee ist ein Service, mit dem beschädigte Etiketten und Verkaufsverpackungen von Endprodukten der BASF für einen reibungslosen Verlauf der internen Logistikprozesse wiederhergestellt werden können. Mittels einer App würden individuell etikettierte Kartonagen und Etiketten für die versehrten Verpackungen erstellt und binnen 24 Stunden innerhalb ganz Europa versendet, so Lisa Raschke, Geschäftsführerin von Boxlab.

Koehler Papier für Ritter Sport

Die Verpackung der Schokoladentäfelchen Ritter Sport minis wurde umgestellt. Die von einer Kunststofffolie umhüllten Trays wurden durch einen Standbodenbeutel aus Papier ersetzt. Das Verpackungsmaterial kommt von der Koehler Paper Group.

Raumland: Zeit zur Reife

Gut Ding will Weil haben – das spielt vor allem bei Qualitätsprodukten eine Rolle.

Seit vier Jahrzehnten erzeugt das Familienunternehmen Raumland Sekt und steht hier in der handwerklichen Tradition. Vor einem Jahr wurde es als erster reiner Sekterzeuger Mitglied im Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). Hieraus erwuchs nicht nur ein neues Design für die erste VDP-Sekt-Prestige-Kollektion, sondern auch das Bekenntnis, zukünftig nur Sekte zu vermarkten, die mindestens 36 Monate reifen – manche gar über 120 Monate.
Im neuen Design, mit dem Ruska Martín Associates, Berlin, beauftragt wurde, soll sich die persönliche Geschichte des Sekthauses widerspiegeln. „Der Kreativprozess wurde für uns schnell zu einer Art Selbstfindungspfad“, erklärt Katharina Raumland, die mit ihrer Schwester Marie-Luise für die nächste Generation des Sekthauses steht. Die Kernelemente des neuen Designs seien ein Plaque de Muselet, wie sich der Champagnerverschluss nennt, sowie ein goldener Reiter. Letzterer stehe zum einen für die Familiengeschichte, zum anderen für den Pioniergeist der Familie.

iF Design Award Gewinner stehen fest

Die Preisträger des iF Design Award 2021 in der Disziplin Packaging sind unter anderem:

Bottle-Wrap, Umverpackung für Flasche
Designagentur: Seyfert, Salzgitter
Kunde: Palm Verpackung

Giftboxes Brandhaus 7 Liquor, Geschenkverpackung
Designagentur: Jäger & Jäger, Überlingen
Kunde: Brandhaus 7

Eilles Coffee No 1873 Taste for a New Generation, Kaffeeverpackung
Designagentur: Philipp und Keuntje, Hamburg
Kunde: J.J. Darboven

Eilles Tea: updating true tea tradition, Teeverpackung
Design Agentur: Peter Schmidt Group, Hamburg
Kunde: J.J. Darboven

Foodpackaging Gafateam, Lebensmittelverpackung
Design Agentur: Schindler Parent, Meersburg
Kunde: Gafateam

Sum Up Solo – Charging Station/Cradle, Verpackung für Ladestation
Design Agentur: Sum Up Services, Berlin
Kunde: Sum Up Payments Limited

Starlab Lab Products, Verpackung für Laborprodukte
Design Agentur: Melting Experience, Hamburg
Kunde: Starlab International