Archiv: creativ verpacken aktuell

Mövenpick: Starke Präsenz

Schöne Verpackungen nutzen wenig, wenn die Marke nicht als Ganzes wahrgenommen wird.

Bereits im Vorfeld – seit Mitte August 2021 – wies Mövenpick mit Störern auf ausgesuchten Kaffeeverpackungen auf die Designumstellung ab Mitte November 2021 hin. Die Farbe Blau, florale Elemente im Farbcode der Sortenfarbe und teilweise optimierte Sortenbezeichnungen sind der Kern des Relaunchs, mit dem Roman Klis Design, Herrenberg, betraut war.
Simone Müggenburg, Leiterin Zentrales Marketing von J.J.
Darboven, zeigt sich zufrieden: „Das neue Designkonzept überzeugt mit Modernität und Einheitlichkeit. Durch die starke blaue Markenfarbe in Kombination mit den farbigen Ornamenten fallen alle Produkte gleichermaßen ins Auge und signalisieren: Ich bin ein Mövenpick Produkt und biete besten Geschmack.“

Villa No. 16: Modern-nostalgisch

Sommer, Sonne und Atlantik…

Auf Cognac und Rum folgt der Whisky Villa No. 16. In der vierten Generation hat das Maison Peyrat erstmals einen Whisky auf den Markt gebracht. Die Gestaltung erinnert an unbeschwerte Sommertage: In der Nähe von Arcachon und der Atlantikküste entsteht Villa No. 16. Das Design von Etiketten und Schmuckdosen spielt auf die Tradition der Art-Déco-Villen an. Der Whisky ist mit regionalen Zutaten hergestellt. Als Hommage an die Meereswellen wurde ein Strukturpapier für die Etiketten gewählt. Die Gestaltung der Weißblechdose erfolgte im Stil alter Werbeplakate. Das Design stammt von Linea Design, Cognac/ Frankreich.

Skinthings: Ohne Schnickschnack

Hautpflege ist ein komplexes Thema, das richtig kommuniziert werden will.

Skinthings ist eine Wirkkosmetik, die mit dem Face Scrub Stick eine, nach eigenen Angaben, neue Dimension der Hautverfeinerung und Hautpflege im Angebot hat. Christine Winke, Marketing bei Schnitzler Concept, dem Mutterunternehmen von Skinthings, beschreibt den Ansatz der Marke: „Was wir generell anbieten ist eine vegane, tierversuchsfreie Wirkstoffkosmetik mit einem bewusst reduzierten Sortiment. Dabei setzen wir auf sinnvolle Wirkstoffinhalte in den erforderlichen Konzentrationen, bei höchstmöglicher Verträglichkeit, ohne Zusätze. Diese Philosophie versuchen wir auch in unseren Packungsdesigns zu spiegeln, klar, sauber und ohne Schnickschnack.“ Gemeinsam mit der Düsseldorfer Agentur Strategy wird die Gestaltung von Etiketten und Faltschachteln erarbeitet.
Die Hülsen für den Face Scrub Stick kommen von Berry Bramlage. Die Faltschachteln werden bei der Druckerei Raimund Roth im Digitaldruck gefertigt.

Vulkan Brauerei: Kraftvoll inszeniert

Craftbiere leben einen besonderen Charakter.

Im tiefsten Lager- und Gärkeller der Welt, so die Botschaft der Vulkan Brauerei, reifen Craftbiere aus der Eifel. Das Gestaltungskonzept orientiert sich an den Urgewalten der Natur. „Herzstück der neuen Etiketten ist der, aus bunten Flächen zusammengesetzte Vulkan. Im klassischen Sortiment begleiten wir zudem den Eifelbauer bei seiner Arbeit. In unmittelbarer Nähe zum Vulkan entstehen so die wertvollen Rohstoffe für das Brauen eines ganz besonderen Bieres. Der kantige Illustrationsstil und die Vulkankontur als auffällige Folienveredelung sorgen hier für einen einzigartigen Look und hohen Wiedererkennungswert der Marke“, erläutert Sarah Wetter von der beauftragten Designagentur M.I.L.K., Frankfurt/Main, das Konzept. Die farbenfrohen Etiketten stehen für den Handwerksprozess hinter den Bieren. Gedruckt und mit Heißfolie veredelt wurden sie bei Goelz-Druck.

Rewe Bio Café Mujer: Unterstützt Frauenkooperative

Neues Handelsprojekt mit langer Laufzeit.

In Peru gibt es Rohkaffee-Anbauflächen, die Frauen gehören und auch nur von Frauen bewirtschaftet werden. Darauf baut Rewe eine langfristige Partnerschaft mit einer Kooperative auf, was auch bisher unbeteiligte Frauen motiviert, sich dieser anzuschließen – so die Beschreibung des Projekts. Der Handelskonzern beauftragte Win Creating Images, Aachen, mit der Gestaltung der Verpackung. Die Kreativen stellten eine Frau mit einem freundlichen Gesichtsausdruck in den Fokus des Konzepts. „Die Stempeloptik der Pflanzen- und Landschaftsillustrationen schafft eine Verbindung zu den Aufdrucken auf Kaffeesäcken und unterstützt den natürlichen Charakter des Kaffees, der im Herzen Perus gewonnen wird“, erläutert Luc Bütz, Geschäftsführer der Agentur. Rewe sichere den 120 Frauen der Kooperative die vollständige Abnahme ihrer Jahresproduktion zu – und zahle dafür den Fairtrade-Mindestpreis. Außerdem erhalte die Kooperative eine Prämie für Gemeinschaftsprojekte.

The Gladstone Axe: Flasche erzählt Geschichte(n)

Vielfalt ist das große Thema – nicht erst seit heute …

1860 unterzeichnete der schottische Premierminister William Gladstone den Spirits Act of 1860 und legte damit den Grundstein für die Vielfalt schottischer Whisky-Kreationen. Sein Nachfahre Elwyn Gladstone, Mitbegründer des US-amerikanischen Unternehmens Biggar & Leith (Importeur europäischer Spirituosen und ausgesuchter Lebensmittel), hat nun als Hommage an seinen Vorfahr zwei Whisky-Kreationen in den Markt gebracht. Sowohl die Vorderetiketten als auch die Flasche selbst erzählen die Geschichte ihrer Herkunft. Gestaltet von Jenkins Studio, Reigate/ Großbritannien, spricht das Vorderetikett von der Person und der Würde des Amtes, während die Rückseite mittels einer Prägung im Glas von seinem Hobby spricht: William Gladstone fällte gerne Bäume.
Die Glasflasche wurde von Stoelze in Großbritannien gefertigt, die Etiketten druckte MCI Labels und die Verschlusskappe kommt von Fiat Closures aus Italien.

Gut Reichenhof: Neuer Inhalt und Auftritt

Eintöpfe und Suppen versammeln Freunde und Familie um einen Tisch …

Rezepte der Großmütter und Bio-Zutaten bilden den Grundstock des Sortiments. Die Marke Gut Reichenhof gehört zur Thüringer Naba Feinkost. Donata von Reiche, zuständig für das Marketing des Familienunternehmens, beschreibt Idee und Hintergründe des neuen Gestaltungskonzepts: „Gestalterisch verbindet die Dose sowohl einen traditionellen als auch einen modernen Look und spielt auf die lange Familientradition an. Schon vor vielen Jahren wurden auf Gut Reichenhof Eintöpfe gekocht und schon immer war unserer Familie Gemeinschaft wichtig. Wir drei Schwestern führen gemeinsam mit unserem Vater das Unternehmen und leben unsere Liebe zum Detail – sowohl beim Etikettendesign als auch bei der Produktentwicklung. Das Logo in Schreibschrift soll transportieren, dass wir alles selbst entwickeln – vom Produkt bis zum Etikettendesign.“ Letzteres entstand inhouse gemeinsam mit der Hamburger Grafikerin Lisa Austmann vom Bureau Juli. Gedruckt wurden die Etiketten von Print Prinz.
Ein Teil des Erlöses der Suppen und Eintöpfe geht an den Verein Silbernetz.

Soulbottles: Für bewussten Konsum

Unter der Flagge Startups for Tomorrow haben elf Marken einen Adventskalender bestückt.

Sie heißen Plantura oder Everdrop und haben gemeinsam mit Soulbottles einen Adventskalender mit 24 Produkten wie Snacks, Naturkosmetik, Haushalts-Helfer, Textilien bestückt, die auf die Botschaft Nachhaltigkeit einzahlen wollen. Dazu passt, dass der Adventskalender wiederverwendbar sei, wie Eva Fischer erklärt. Sie ist bei Soulbottles für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Alle Türchen würden vegan bestückt. Daneben gebe es Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil und Einblicke in die Welt der beteiligten Start-ups. Die Adventskalender können für jeweils 129,99 Euro bestellt werden, davon gehen jeweils fünf Euro an den Verein Herzenswünsche, der Wünsche schwer erkrankter Kinder und Jugendlicher erfüllt.
Gestaltet wurde der Adventskalender von der Münchner Grafikerin Tina Ghazi. Produziert und konfektioniert hat ihn Prowito.

Urban Eat: Bunter Hingucker

Fertige Sandwiches sind meistens zweckmäßig, jedoch wenig ansprechend verpackt.

Das wollte Urban Eat ändern und beauftragte Robot Food, Leeds/Großbritannien, das Branding zu verändern und die Packungen mit neuen, auffallenden Designs zu versehen. „Alles, was wir gemacht haben, von der Optik bis zum Tonfall, zielt darauf ab, die Menschen aus ihren Gewohnheiten herauszuholen“, sagt Natalie Redford, Kreativstrategin bei Robot Food. Das urbane Umfeld bestehe aus einer reichen Mischung von Stilen und Farben, Charakteren und Kulturen. Die größte Herausforderung für das Design sei daher gewesen, leuchtende Farben, komplizierte Muster und illustrative Elemente zu verwenden, um möglichst viele potentielle Käufer anzusprechen: „bunt und verrückt, aber schmackhaft und zugänglich“, so formuliert es Senior Designer Chris Shuttleworth, der alle Illustrationen im Haus entworfen hat.

Schorlefranz: Entspannt Punsch genießen

Die kühlere Jahreszeit ruft nach Gemütlichkeit und passenden Heißgetränken …

Dicker Kopf nach zu viel Glühpunsch? Das war gestern. Schorlefranz hat zwei neue alkoholfreie Glühpunsche auf den Markt gebracht. Die Etiketten aus Naturpapier wurden von Cornelius Uerlichs gestaltet, Freelance Art Director in Hamburg und einer der drei Gründer von Schorlefranz. „Die Designidee ist natürlich abgeleitet von unserem Ur-Franz. Mit Mütze aufgesetzt ist er gerüstet für die kalte Jahreszeit, in der man üblicherweise Punsch und Glühwein trinkt. Schneeflocken runden das ganze im Detail aus. Von den Farben her haben wir uns am Getränk orientiert,“ erläutert Uerlichs das Designkonzept gegenüber creativ verpacken.