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creativ verpacken Redaktion2025-12-02 08:00:572025-12-03 12:08:47Ausgabe 6/2025Heft-Archiv
creativ verpacken griff – neben den regelmäßig geplanten Schwerpunktthemen – bislang viele spannende Topthemen auf. Letztere sind Branchenthemen, die aktuell in den Redaktionsplan aufgenommen werden. Einen vollständigen Überblick über die Heftinhalte erhalten Sie durch Klick unten auf das jeweilige Titelbild. Unter Angabe der Heftausgabe (in Klammern) können Sie jedes Heft im Shop nachbestellen, Preise und Versandbedingungen ersehen Sie dort.
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creativ verpacken Redaktion2025-10-27 12:28:482025-10-27 12:28:57Ausgabe 5/2025
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creativ verpacken Redaktion2025-09-02 08:00:172025-09-09 15:03:49Ausgabe 4/2025
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creativ verpacken Redaktion2025-05-07 07:40:562025-09-03 11:16:21Ausgabe 3/2025
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creativ verpacken Redaktion2025-03-26 06:00:222025-03-25 11:57:34Ausgabe 2/2025
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creativ verpacken Redaktion2025-01-22 06:00:552025-01-22 16:54:51Ausgabe 1/20252024 Topthemen und Inhaltsverzeichnis
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Chancen und Grenzen von Recycling
/in creativ verpacken aktuell/von Ute von BuchImmer mehr Getränkehersteller und Marken setzen auf Flaschen aus 100 Prozent Rezyklat, meldet KHS Corpoplast. Wo das noch nicht der Fall sei, würden Selbstverpflichtungen veröffentlicht: Poland Spring, eine der größten Wassermarken in den USA, wie auch Evian wollen bis zum Jahr 2025 auf 100 Prozent rPET (rezykliertes PET) kommen.
Foto: KHS Corpoplast
Die übrigen Marken von Danone Waters, Pepsi und Coca-Cola planen bis zu diesem Zeitpunkt die Einführung einer weltweiten Quote von 50 Prozent. Sie möchten, dass der leichte Grauschleier, der beim Mehrfachrecycling von PET-Flaschen auftreten kann, vom Konsumenten als Qualitätsmerkmal für eine nachhaltige Verpackung erkannt wird. PET, so KHS Corpoplast – Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen- , sei der einzige Kunststoff, der wieder aufbereitet, den gesetzlichen Anforderungen an Lebensmitteltauglichkeit entspreche.
Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. „Wir führen Untersuchungen durch, um recyceltes PET zu qualifizieren, damit wir den Kunden vorab sagen können, welchen Einfluss das Material auf die Blasmaschine und die Flaschenqualität hat“, erklärt Arne Wiese, Product Manager Bottles & Shapes™ bei KHS Corpoplast. Ziel sei es, die unterschiedlichen Qualitäten quantifizieren zu können.
Erfahrungsgemäß hätten Hersteller von Premiummarken angesichts dickerer Wandstärken ihrer Behälter weniger Anpassungsbedarf als Discounter, bei denen die Möglichkeiten des Lightweighting häufig ausgereizt sind – hier könne Rezyklat an seine Grenzen stoßen.
Fröhlich aussehen!
/in creativ verpacken aktuell/von Ute von BuchIn weniger als einer Minute, verspricht die Kosmetikmarke Benefit ihren jungen Kundinnen, sehen sie frisch aus. Die Cakeless-Serie lässt Unebenhauten der Haut verschwinden und sorgt so für einen Wohlfühleffekt.
Foto: Benefit
Was 1976 als Geschäft für Make-up „The Face Place“ – von den Zwillingen Jean und Jane Ford in San Francisco gegründet – begann, setzte sich ab 1990 unter dem Namen Benefit Cosmetics und einem Counter im New Yorker Warenhaus Henri Brendel fort. Mit ihrem Claim „Humor ist die beste Kosmetik“ kreierten Jean und Jane Beauty-Produkte, die Spaß machen und für einen sofortigen Beauty-Effekt sorgen sollten. 1997 erfolgte der Sprung nach Europa und bei Harrods in London wurde ein Benefit Counter eröffnet. LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton erwarb 1999 die Marke.
Der Humor der Marke spiegelt sich auch in ihrer Verpackung wieder: Das durchgestrichene Kuchensymbol verdeutlicht, dass das Geheimnis nicht der dicke Auftrag ist. Die Gestaltung ist übersichtlich, dabei wirkungsvoll – sowohl im Farbcode als auch bei der Typo. Die junge Zielgruppe, an die sich die Marke richtet, führt sie so zielsicher in den Bereich der dekorativen Kosmetik ein. Auch der Name „Cakeless“ trägt die Idee des Verdeckens anstelle von dickem Übertünchen weiter.
Panik als Ratgeber?
/in creativ verpacken aktuell/von Ute von BuchNormale Hygieneregeln statt Überverpackung und aseptische Ausstattungen. Angst getriebene Reaktionen verhüllen den Blick, meint Carolina E. Schweig, CESchweig, Hamburg.
Leergekaufte Supermarktregale, Hamstern von Produkten, die urplötzlich für lebensnotwendig gehaltenen werden. Lebensmittelkauf online – das Konsumverhalten in Corona-Zeiten hat sich stark verändert und ist vor allem von einem getrieben: von Angst. Angst, sich nicht mehr mit dem Nötigsten versorgen zu können, Angst vor dem Kontakt mit anderen Menschen oder gar Angst vor Keimen auf Produkten und deren Verpackung.
Zwar wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es vollkommen ausreicht, zum Beispiel Obst und Gemüse vor dem Verzehr zu waschen, doch sprießen Mythen und Legenden schneller, als die Realität hinterher kommt. Es wiegt sich in Sicherheit, wer statt zu loser Ware zur verpackten greift. Ein trauriger Rückschritt, auf dem Weg zu weniger, vor allem weniger unnötige Verpackungen.
Gerade noch verpönt, steigt nun die Kunststoffindustrie wie Phönix aus der Asche… Kunststoff ist ein berechtigter Packstoff, doch ist er weder zu verteufeln, noch die Rettung in Corona-Zeiten…
Auch der Griff zu antiseptischen Lacken und keimtötenden Verpackungsausstattungen, der verängstigten Konsumenten als besonderer Mehrwert in Corona-Zeiten verkauft wird, ist sinnlos. Wir brauchen nicht mehr, sondern sinnvolle, minimalisierte und funktionelle Verpackungen.
Neben der aktuellen Krise gibt es genügend ungelöste Themen: Wir haben immer noch ein Klimaproblem, die Trockenheit in Deutschland ist schon jetzt in einigen Gegenden dramatisch. Und die Problematik der Kunststoffinseln in den Meeren hat sich auch noch nicht gelöst. Das heißt, es gibt ausreichend Raum sich zu profilieren,… mit einem verantwortungsvollen Umgang unserer Ressourcen – so wenig verpackt wie möglich – wie auch im Umgang mit der Gesundheit der Menschen und dem Produktschutz.
Links:
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/auswaehlen-zubereiten-aufbewahren/wird-das-coronavirus-ueber-lebensmittel-und-verpackungen-uebertragen-46289
https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20200331-coronavirus-lebensmittel-einkaeufe-abwaschen-oder-desinfizieren)